Evangelische Gemeinden der Kulmregion feiern bei Burgruine Berggottesdienst
Im Tal des Alltags fehlt Weitblick

Prodekan Dirk Grafe (Mitte) gestaltete mit den Pfarrern André Fischer (links) und Hartmut Klausfelder den Gottesdienst auf dem Schlossberg. Bild: hl
Lokales
Kemnath
16.07.2015
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Es war kein Zufall, dass das Evangelium von der Bergpredigt handelte. Wie im Neuen Testament um Jesus versammelten sich auch am Schlossberg zahlreiche Gläubige - beider Konfessionen. Die evangelischen Gemeinden der Kulmregion hatten zum Berggottesdienst eingeladen.

Es sei beeindruckend, hier auf der Höhe, wo man Gott in seiner Natur noch ein Stück näher sei, einen Gottesdienst zu feiern, erklärte Prodekan Dirk Grafe. Menschen müssten manchmal das Tal des Alltags verlassen, um auf einem Berg einen Überblick über ihr Leben und auch ihre Gedanken zu bekommen. Erst dadurch zeige sich, was Gott allen geschenkt habe und "das wir oft aus den Augen verlieren". Jesus wisse, dass das Leben nicht einfach ist und Probleme hervorbringt. Diese könnten aber angegangen werden, weil Gott an der Seite der Menschen stehe, die auf ihn vertrauen und sich für ihn einsetzen. "Gestärkt durch Gottes Frohe Botschaft können wir wieder ins Tal hinuntersteigen und uns dann dem Alltag stellen."

Den Gottesdienst gestalteten der Kirchenchor der Pfarrei Wirbenz unter Leitung von Gertraud Burkhardt sowie der Posaunenchor Wirbenz-Immenreuth-Kemnath unter der Leitung von Susanne Kropf musikalisch. Konzelebranten waren die Pfarrer André Fischer aus Grafenwöhr und Hartmut Klausfelder aus Neustadt am Kulm. Erstmals fand parallel ein Kindergottesdienst im hinteren Burghof statt.

Dank zollte Grafe der Firma Heindl-Kamin für den Shuttlebus-Verkehr auf den Schlossberg sowie dem Heimat- und Kulturverein, der sich für die Restaurierung der Burgruine einsetzt. Der Seelsorger wies zudem auf das Schauglockengießen am Freitag, 24. Juli, hin. Er freute sich auf den 30. August, wenn mit Pfarrer Heribert Stretz um 17 Uhr eine ökumenische Andacht vor der Ägidius-Kapelle beginnt.
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