Faschingsabend des Frauenbundes zeigt: Zustände wie in "KEMsing" gibt's überall
Ohne ID-Nummer keine Pizza

Die Frauen von der Strickliesl-Gruppe hatten eigens ein Loblied auf den Frauenbund "gestrickt". Bild: bur
Lokales
Kemnath
27.01.2015
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"Es war eine liebe Zeit, anno 15 und in KEMsing gleich goar." Mit diesen Worten hieß Elke Burger, als Gendarm verkleidet, die Gäste nach königlich-bayerischer Art im Kormannsaal willkommen. Das Motto des Faschingsabends "Dahoam ist dahoam - Willkommen in KEMsing beim Rösslwirt" hatte der Katholische Frauenbund an den Titel der Fernsehserie des Bayerischen Rundfunks angelehnt.

Gekommen war auch die Prominenz von KEMsing: der Landrat (Agnes Emerig), der dafür sorgt, dass die Oberpfalz nicht noch einsamer und die Kriegerdenkmäler und Einödhöfe nicht noch mehr werden, der Pfarrer (Hilde Wolf), der nicht vergaß, sich bei allen Beteiligten in der Kirche zu bedanken, und der Bürgermeister (Regina Frank), der davon schwärmte, wie lebenswert KEMsing doch sei. Auch NT-Berichterstatter Josef Zaglmann (Rita Ponnath) war wieder auf der Suche nach einer guten Zeitungsstory.

Anna Haberkorn erinnerte an das 95. Gründungsjubiläum des Frauenbundes, das 2014 fast vergessen worden sei. Dazu verlas sie ein Glückwunschschreiben des Vatikans in "einwandfreiem" Latein. Die Strickliesl-Frauen sangen ein Hoch auf den Frauenbund. Rösslwirtin Uri Theres (Monika Fink) gab einige Stückln zum Besten. Stadtpfarrer Konrad Amschl war als arme Kirchenmaus verkleidet und bekam von zwei Damen aus Mitleid gleich ein Schälchen Milch und Käse geschenkt. Ein Sketch spielte in der Apotheke in KEMsing. Inhaber Roland Blamberger (Regina Frank) und Pfarrsekretärin Moni (Elke Burger) nahmen bei einem Verkaufsgespräch einige Begebenheiten in der KEMsinger Pfarrei aufs Korn und hatten damit die Lacher auf ihrer Seite.

Zwischendurch sorgte Walter Kobel für Stimmung und eine volle Tanzfläche. Die Gäste lernten, dass für eine Pizzabestellung beim Rösslwirt heutzutage die ID-Nummer notwendig ist, damit aber der Datenschutz nicht mehr gewährleistet ist, weil der Pizzabäcker dann so ziemlich alles vom Kunden weiß.

Das Lebkuchenherz aus der Serie "Dahoam ist dahoam" in Miniaturformat, liebevoll verziert von der Konditorei Lehner, bekam jede Besucherin als Andenken geschenkt.
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