Faschingskracher zünden

Die Weinwallfahrer (hinten) und das Geschwisterpaar Sandro und Sophia Weber (vorne, von links) sorgten für eine Bombenstimmung beim Wirtshaussingen in Foyer. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
18.02.2015
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Ganz im Zeichen des Faschings stand das Wirtshaussingen am Faschingssonntag im voll besetzten Foyer der Mehrzweckhalle. Obwohl die Lieder schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, spielten sich zwei Jungspunde in den Vordergrund.

Viele Volksmusikfreunde waren maskiert erschienen. Alle sangen, klatschten und genossen die tolle Stimmung in vollen Zügen. Großen Anteil daran hatten die Weinwallfahrer aus Neustadt am Kulm. Die neun Erzmusikanten, die alle ohne Noten spielten, eröffneten den musikalischen Reigen mit dem "Reichswehr-Marsch". Als weitere Stücke brachten sie den bekannten Marsch "Wien bleibt Wien", den "Böhmerwald-Walzer", den Foxtrott "Sei zufrieden" und den Evergreen "Eine Reise ins Glück" zu Gehör.

Talentierte Geschwister

Der zweite musikalische Höhepunkt war der fulminante Auftritt des Geschwisterpaares Sophia und Sandro Weber aus Pressath. Mit dem Marsch "Alte Kameraden" und den beiden Polkas "Böhmischer Traum" sowie "Rosamunde" sorgten sie für ausgelassene Stimmung. Die 16-jährige Sophia erwies sich nicht nur als temperamentvolle Akkordeonspielerin, sondern auch als begabte Sängerin. Bei all ihren Vortragsstücken merkte man ihr den Spaß am Musizieren an. Ihr 13-jähriger Bruder begleitete sie auf dem Cajon. Diese flotte Musik regte zum Tanzen an.

Viel Beifall erhielten die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick mit den humorvollen Liedern "Alls, bloß koa Wasser net", "Oba schöi mou er sei", "Alte, ruck's Geld raus, i will ins Wirtshaus göi" und dem "Lied der Winde".

Karl Bäuml und Heribert Schmidt, die beiden Musikanten von den Weinwallfahrern, bildeten spontan ein Duett und stimmten "Eine weiße Rose" und das Lied vom "Voglbeerbam" an. Als das Publikum noch einmal die musikalischen Geschwister aus Pressath hören wollte, ließen sich Sophia und Sandro nicht lange bitten.

Mit bekannten Liedern heizten sie die Stimmung an. Stücke wie die "Hoderlumpn Polka", "Her mit meine Henna", "Auf der Vogelwiese", die "Herz-Schmerz-Polka", der "Egerländer Musikantenmarsch" und das Polkalied "Wir sind die Kinder von der Eger" kamen bei den Volksmusikfreunden bestens an. Spontan rief Monika Fink zu einer Polonaise auf. Zwischendurch spielten Manfred Döllinger und der Schlagzeuger Heribert Schmidt Schunkellieder. Spaßige Lieder, die zur Faschingsstimmung passten, standen im Vordergrund. Immer wieder entpuppten sich Zuhörer als begabte Witzeerzähler. Sieglinde Wick hatte mit dem Gedicht "Eine moderne Frau" die Lacher auf ihrer Seite. Armin Schinner sorgte mit seinem Team für Speisen und Getränke. Der Ort für das nächste Wirtshaussingen am Sonntag, 15. März, um 14 Uhr wird rechtzeitig bekannt gegeben.
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