Flüchtlinge erzählen Realschülern von ihren Erfahrungen
Fakt gegen Vorurteil

Lokales
Kemnath
21.11.2015
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Viel wird über Flüchtlinge diskutiert, aber die Betroffenen kommen selten zu Wort. Die Realschule bot ihren Schülern Erfahrungsberichte. Realschullehrerin Kerstin Sommer hatte den Termin organisiert.

Viele Schüler aus den Klassen fünf bis zehn hatten sich freiwillig zu diesem Projekt angemeldet. Und auch die in Kemnahtlebenden Flüchtlinge beteiligten sich gerne. In den Klassen hielten Schüler Vorträge über Herkunftsländer, Fluchtwege, Gründe für die Flucht und "bisherige Aktion unserer Schule". Beim Faktencheck räumten sie mit Vorurteilen auf. Den Behauptungen "Asylbewerber sind kriminell", "Flüchtlinge nehmen Arbeitsplätze weg" oder "Es kommen fast nur Männer nach Deutschland" stellten sie Fakten gegenüber.

In jeder Klasse beantwortete ein Flüchtling Fragen. Als Gäste berichteten die Helferinnen Arina Schultes, Christine Schubert und Margit Murr von ihren Erfahrungen mit den Flüchtlingen. Die Schüler waren sehr interessiert, zeigten viel Mitgefühl und stellten gezielte Fragen. Sehr beeindruckt waren sie von dem Syrer Zaher Alabed, dem auf dem Seeweg die Flucht gelang. "Ich habe in Syrien mein Studium abgeschlossen und suche dringend eine Arbeitsstelle", erklärte er.
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