Forschen und arbeiten

Über die Kooperation von Siemens Kemnath und der OTH freuen sich (vorne, von links) Professor Dr. Erich Bauer, Standortleiter Alfred Koch, (hinten, von links) Bürgermeister Werner Nickl, Staatsminister Ludwig Spaenle (Wissenschaftsminister), Landtagsabgeordneter Tobias Reiss und kaufmännischer Leiter Bernhard Rupprecht. Bild: hwk
Lokales
Kemnath
01.06.2015
10
0

Praxis trifft Theorie: Die Kooperation zwischen dem Siemens-Standort in Kemnath und der Ostbayerisch-Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden ist nun offiziell besiegelt.

Standortleiter Alfred Koch und Präsident Professor Dr. Erich Bauer unterzeichneten im Beisein von Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle eine gemeinsame Absichtserklärung. Darin ist der Aufbau eines Innovativen Lernortes (ILO) in Kemnath geregelt.

Koch zeigte sich hoch erfreut, dass nun ein nächster Schritt der bereits bestehenden Partnerschaft getan werden kann. "Damit kann die Forschung im Bereich der Medizintechnik und darüber hinaus auch hier in unserer Region nachhaltig ausgebaut werden", so Koch. Das biete viele Vorteile für alle Beteiligten.

Rund 300 Quadratmeter

Damit die Studenten auf dem Standortgelände auch lernen, forschen und arbeiten können, wird die OTH eine Fläche von rund 300 Quadratmetern von Siemens anmieten. In einem Nebengebäude werden dazu Labore, Versuchs- und Besprechungsräume geschaffen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine kreative, kooperative und vernetzte Lehre auch außerhalb der Universität. Einig waren sich alle darin, dass sich Kemnath in idealer Weise als innovativer Lernort der OTH Amberg-Weiden anbietet. Die medizintechnische Kompetenz in Kemnath kann mit dem an der OTH sowohl in Weiden als auch in Amberg vorhandenen Knowhow optimal kombiniert und in Projekte überführt werden. So können beispielsweise Siemens-Labore für konkrete Studienprojekte genutzt werden, aber auch Forschungseinrichtungen der OTH für Siemens zugänglich werden. Geplant sind Themen wie "Lean Production" (Montage- beziehungsweise Fertigungslinien), Simulationen (Virtuelle und Digitale Welt, 3D-Simulationen), Arbeitsplatzgestaltung und Optimierung, Logistik, Entwicklungsprojekte mit Studierenden, Mechatronik in der Medizintechnik oder In-Vitro-Diagnostik. Auch Professor Bauer ist stolz auf diese Entwicklung. Staatsminister Spaenle zeigte sich überzeugt, dass diese neue Partnerschaft ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der OTH Amberg-Weiden ist. Dieses Konzept des Innovativen Lernorts sei bestens geeignet für die weitere Vernetzung der Hochschule mit der Region und den Betrieben vor Ort.

"Einer der Gründe, warum der Freistaat Bayern für dieses konkrete Projekt eine Förderung für die kommenden drei Jahre vorgesehen hat", so der Wissenschaftsminister. "Damit profitieren alle in der Oberpfalz und darüber hinaus." Spaenle betonte, dass die Kooperation den Studenten aber auch der Firma Siemens großen Gewinn bringen könne.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13790)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.