Forstverwaltung präsentiert Kurzstrecken-Seilkran im Einsatz
Kaum ein Hang zu steil

Durchforsten leicht(er) gemacht: Das Arbeiten am Hang stellt für einen Kurzstrecken-Seilkran kein Problem dar. Bild: hfz
Lokales
Kemnath
01.07.2015
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Moderne Technik bei der Waldarbeit stellten die Forstverwaltung Kemnath und Stadtförster Klaus Ferber vor. Sie hatten Waldbesitzer und Vertreter der Forstbetriebsgemeinschaften in den Stadtwald eingeladen. In der Abteilung Flötz bei Ahornberg sahen sie einen Kurzstrecken-Seilkran beim Einsatz in sehr steilem Gelände.

Forstdirektor Johann Weber führte aus, dass es im Landkreis Tirschenreuth eine Reihe sehr steiler Hänge, stark blocküberlagerte, aber auch sumpfige und moorige Waldflächen gibt. Hier sei eine konventionelle Holzernte oftmals unmöglich. Mit einem Kurzstrecken-Seilkran ließen sich jedoch diese Sonderstandorte bewirtschaften. "Bei dem Kurzstrecken-Seilkran KSK 3 handelt es sich um ein leistungsstarkes System zur Durchforstung insbesondere in mittelstarkem Holz", erläuterte Forstunternehmer Andreas Weiß aus Gumpen. Mit ihm würden bis zu 200 Meter lange und maximal 3 Meter breite Seillinien in einem Abstand von zirka 20 Meter angelegt. Aufgrund der hydraulischen Höhenverstellung des Turmes sei bodenschonende Arbeit möglich. "Ich kalkuliere mit Kosten von 30 bis 45 Euro pro Festmeter", erklärte Weiß.

Die Bayerische Forstverwaltung fördere auch den Seilkraneinsatz im Schutzwald und auf Sonderstandorten, wenn er zur Erhaltung und Verbesserung der Waldfunktionen oder aus Waldschutzgründen notwendig sei, erläuterte Johannes Bradtka vom Forstrevier Kemnath. Es gebe bis zu 20 Euro je Festmeter.
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