Garten mit Auge und Herz sehen

Aussteller machten das Gelände vor dem städtischen Bauhof zum Messegelände.
Lokales
Kemnath
25.06.2015
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Ein Ort der Erholung und des Genießens ist das Vereinsgelände der Obst- und Gartenbauer. Das Areal erweist sich aber auch als Fundgrube für Gestaltungsideen. All dem trug die Feier des zehnjährigen Bestehens der Anlage an der Hammergrabenstraße Rechnung.

Zum Jubiläum hatte der Obst- und Gartenbauverein (OGV) neben einem Rahmenprogramm auch eine Gartenmesse für die Besucher organisiert. Vorsitzender Josef Häckl zeichnete in einem kurzen Rückblick die Entwicklung des OGV-Gartens in den vergangenen zehn Jahre nach.

Findling enthüllt

Mit den Ehrengästen, Landrat und Kreisverbandsvorsitzendem Wolfgang Lippert, zweitem Bürgermeister Hermann Schraml (Kemnath), Bürgermeister Josef Etterer (Kastl), Stadtgärtner Florian Frank und Kreisfachberater Harald Schlöger, enthüllte er den neuen Findling am Eingangsbereich. Auf ihm prangt eine Gedenktafel mit einem Zitat von Bernhard von Clairvaux: "Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen."

Lippert würdigte den Kemnather Verein als den mitgliederstärksten im Kreisverband. Dessen "entschleunigender Garten" leiste einen wichtigen Beitrag für das Wohl der Besucher. Diese erwarte ein herrlicher, unverbaubarer Blick über das Gelände und den Mühlbach hinweg bis zum Rauhen Kulm. Das Areal sei für die Besucher auch ein "Garten zum Ideen holen". Lippert dankte dem OGV für seine hervorragende Jugendarbeit. Auch lud er zum Tag der offenen Gartentür am Sonntag, 28. Juni, in Ebnath, Fuhrmannsreuth, Kulmain und Wernersreuth bei Neusorg ein. Besonderer Dank galt auch Florian Frank, der dem Verein mit seinem Wissen und seinen Ideen weiterhelfe.

Auch zweiter Bürgermeister Schraml lobte ebenso die geleistete Arbeit, wobei er vor allem die aktiven Ehrenmitglieder Franz Schwemmer, Robert Wenning und Alois Zaus sowie das Seeleiten-Team für die Pflege einiger Grünanlagen in der Stadt hervorhob. Der OGV sei ein Aushängeschild der Stadt.

Die Zusammenarbeit der beiden Kommunen sprach Bürgermeister Etterer an. Die Gemeinde Kastl sehe es gerne, wenn sich Kastler Bürger im OGV Kemnath engagierten. Auch er gratulierte zum herrlichen Gelände.

Bei einer Führung erklärten Vorsitzender Häckl und Florian Frank die unterschiedlichen Bereiche und Funktionen des Gartens. Unter anderem eine Wildhecke, Beeren-, Kräuter- und Obstgarten böten ebenso Ideen für das eigene Wohnzimmer im Freien wie ein Muster- beziehungsweise Schaugarten, Trockensteinmauer, Gartenbänke in Stein und Holz sowie Gehwege mit verschiedenen Belägen. Die Schutzhütte werde bei vielen Aktionen des Vereins und von der Jugendgruppe "Petersiliengurus" kräftig genutzt.

Schlange vor Kartoffeln

Für die Feier hatten viele freiwillige Helfer das Gelände vor dem städtischen Bauhof in ein einladendes Festgelände verwandelt. Nach Weißwürsten und Brezen verwöhnte der Gastgeber die Besucher mit verschiedenen Braten, Gärtnerkartoffeln und Salaten. Vor allem vor den Gärtnerkartoffeln bildeten sich immer wieder Schlangen. Im Festzelt sorgte Josef Zaglmann mit seinem Akkordeon für Stimmung.

Der Nachmittag begann mit einer Dankandacht von Stadtpfarrer Konrad Amschl. Bei Kaffee und Kuchen hatten die Gäste ausreichend Gelegenheit, die vielen Attraktionen und das Gelände kennenzulernen. Eine Ausstellung in der Vereinshütte führte die Entwicklung des Vereinsgartens und vergangene Aktionen vor Augen.

Zahlreiche Aussteller aus der näheren Umgebung zeigten bei einer Messe Produkte rund um das Thema Garten. Für Kinder und Jugendliche gab es am Nachmittag ein umfangreiches Programm. (Bericht folgt)
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