Ge(h)danken am Marterlweg

An der zweiten Station bei der Lettenmühle las Markus Lehner, der stellvertretende Obmann des MMC, die besinnlichen Texte zum Thema "Geschenk Leben" vor. Bilder: jzk (2)
Lokales
Kemnath
08.09.2015
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Die Marianische Männerkongregation wanderte entlang des Waldecker Marterlwegs. An den Stationen machten sich die Teilnehmer Gedanken zu ihrem Leben.

(jzk) Zu einer Wanderung auf dem Waldecker Marterlweg hatte die Marianische Männerkongregation (MMC) Kemnath alle Pfarrangehörigen eingeladen. Obmann Willibald Popp freute sich, mehrere Teilnehmer zu begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Stadtpfarrer Konrad Amschl, Bezirksobmann Max Pravida aus Pressath, dem stellvertretenden Kemnather Obmann Markus Lehner und Pfarrgemeinderatssprecher Peter Daschner. "Von Marterl zu Marterl im Glauben unterwegs", stand in dem farbigen Prospekt, den er jedem Wanderer in die Hand drückte.

Etwa zwei Stunden brauchten die Teilnehmer für die sechs Kilometer lange Kurzvariante. Dabei wurde die Abzweigung Richtung Zwergau weggelassen. Die sechs Impulsstationen wollten den Betrachter berühren und inspirieren. Bei jedem Marterl stand eine Stehle mit einer Textstelle, einem spirituellen Impuls, einer kurzweiligen Aufgabe und besinnlichen Ge(h)danken. Die schöne Landschaft begleitete die Wanderer auf Schritt und Tritt. In Ruhe konnten sie sich dabei Gedanken über ihre eigene Lebensgeschichte machen.

"Lebensruhe" hieß die erste Station beim alten Friedhof am Fuße des Schlossbergs. Über das Thema "Geschenk Leben" konnten sich die Wanderer an der zweiten Station Gedanken machen. Sie stand an einem Wegkreuz bei der Lettenmühle. "Im Leben muss man sich manchmal entscheiden, welchen Weg man weiter beschreiten will", hieß es an der dritten Station an einer Wegkreuzung mit einem Kreuz, das 1772 errichtet worden war. Durch ein Guckrohr konnten die Wanderer einen Blick auf den Waldecker Schlossberg werfen. Die Abendsonne ließ ihn in einem gleichsam mystischen Licht erstrahlen.

Die fünfte Station erreichten die Männer und Frauen über einen Hohlweg im Wald. Dieser "Lebenssteig" war ein mystischer Pfad, der früher auch als Kirchsteig hinauf zur Waldecker Kirche genutzt wurde. Ein Flurkreuz erinnerte an zwei gefallene Soldaten im Ersten Weltkrieg. Vorbei an der sechsten Station am Kalvarienberg, der früheren Richtstätte, führte der Weg hinauf zur Ägidiuskapelle in der Burg auf dem Schlossberg. Sie stand wahrscheinlich seit dem frühen 12. Jahrhundert unweit des Markttores.

Als pünktlich um 20 Uhr die vor kurzem geweihte Glocke im Glockenturm zum Abendgebet mahnte, beteten die Wanderer den Engel des Herrn. Mit dem Segen von Stadtpfarrer Konrad Amschl endete die besinnliche Wanderung auf dem Waldecker Marterlweg.

Obmann Willibald Popp dankte allen Wanderern und lud sie zum gemütlichen Beisammensein im Landgasthof zum "Goldenen Engel" am Oberen Markt in Waldeck ein.
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