Getragen vom Glauben an Gott

Prälat Dr. Karel Simandl feiert gemeinsam mit Pfarrer Stretz, den Ministranten und der Gemeinde seinen 60. Geburtstag. Bild: hl
Lokales
Kemnath
24.08.2015
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Prälat Dr. Karel Simandl feierte seinen 60. Geburtstag bei einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk. Der Prälat ist mehrmals im Jahr bei seinen Bekannten, der Familie Schleicher. Pfarrer Stretz freute sich, dass der Jubilar seinen Ehrentag mit der Gemeinde verbrachte.

Ortspfarrer Herbert Stretz hielt die Predigt. Dabei ging er auf den Werdegang des Jubilars ein. Der 60. Geburtstag sei ein Tag des Dankes an Gott und an alle, die ihn in seinem Leben bisher begleitet haben. "Dank und Lobpreis gebühren Gott und allen, die sich von ihm rufen lassen, die ihm dienen. Schon von Kindheit an hat der Prälat gespürt, dass Gott ihn ruft. Die Eltern und Lehrer haben ihm einen lebendigen Glauben vermittelt - die Grundlage für sein weiteres Leben."

Geboren und aufgewachsen ist er in Znaim, einer Stadt in Südmähren, in der damaligen Tschechoslowakei. Sehr schwer sei es für den Jubilar gewesen, als seine Mutter im März 1966 starb. Er war zu diesem Zeitpunkt knapp zehn Jahre alt. Ebenso schwer war der Tod des Vaters ein Jahr vor seiner Priesterweihe. Der gute Zusammenhalt mit seinen Geschwistern Marie und Pavel seien seine Kraftquellen gewesen. Besonders freue er sich, wenn er sich mit deren Familen treffen könne. In seiner Heimatgemeinde Znaim hat er kürzlich einen Dankgottesdienst gefeiert. Dort hat er auch sein Abitur gemacht und wollte ins Priesterseminar eintreten. Schon seit seiner Jugend war es sein Ziel, Priester zu werden. Dafür musste er in der Vergangenheit so manches Hindernis überwinden. Damals entschied der Staat und nicht die Kirche über die Aufnahme ins Priesterseminar. Prälat Simandl wurde nicht genommen und musste eine Arbeitsstelle finden. So arbeitete er zunächst in Brünn bei der Post. Die Chance, sein Ziel noch zu erreichen, ergab sich während einer Reise mit der Gewerkschaftsgruppe nach Tunesien. Dort führte er mit einem Missionar ein Gespräch, der sich für ihn einsetzte und ihm zur Flucht nach Italien verhalf.

So kam er nach Rom. Dort konnte er die Ausbildung zum Priester im Päpstlichen Kolleg "Nepomucenum" beginnen und das Studium der Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Lateran-Universität abschließen. Im Jahr 1981 erfolgte die Priesterweihe in Rom. Danach studierte er weiter und promovierte zum Doktor der Theologie. Während des Doktorstudiums hat er als Priester viele Vertretungen in den Bistümern Rottenburg-Stuttgart und Bozen-Brixen gemacht. Danach war er in der Seelsorge in der Diözese Harrisburg (USA) und im Bistum Bozen-Brixen als Religionslehrer tätig.

Für eine außerordentliche Qualifikation spreche, dass im Jahre 1987 die Aufnahme in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls erfolgte um er fünf Jahre in der Bischofskongregation arbeitete. Drei weitere Jahr war er dann in der Nuntiatur Bonn tätig. Dann wurde er zum Sekretär der Tschechischen Bischofskonferenz gewählt und trug fast zehn Jahre die Verantwortung für das Sekretariat. Gleichzeitig war er als Assistent an der Karlsuniversität in Prag tätig.

Seit 2005 ist Prälat Simandl Mitarbeiter beim Nuntius in Berlin, dem offiziellen diplomatischen Vertreter des Papstes in Deutschland. Während der Arbeit im Vatikan lernte er Dr. Peter Schleicher kennen und schloss mit ihm eine Freundschaft. Seit dem Bau der Köglitzer Theresienkapelle und deren Einweihung durch Prälat Simandl sind die Verbindungen zur Pfarrei immer mehr gewachsen. Pfarrer Stretz dankte dem Prälaten für sein Da-Sein, für seine Predigten, die Feier der Messe und die Freundschaft.

Im Namen der Pfarrei wünschte er ihm Gesundheit, Gottes Segen und die Zuversicht, dass Gott ihn allezeit trägt. Die Lesung und Fürbitten übernahm Dagmar König. Musikalisch gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Katrin Schrembs und Juliane Busch an der Orgel die Feier. Nach dem Schlussgebet überreichte Pfarrer Stretz ein Geschenk an den Jubilar. Prälat Dr. Simandl bedankte sich für die ihm entgegengebrachten guten Wünsche.
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