Glockenweihe hallt nach

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Georg Wagner (links), mit dem Ebnather Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hans Enders bei der Übergabe der Patenschaftsurkunde. Bild: hl
Lokales
Kemnath
02.09.2015
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"Manchmal wünschte ich, dass die Arbeiten abgeschlossen sind. Aber die Waldecker finden immer wieder was auf der Ruine, was noch herzurichten ist", gestand Bürgermeister Nickl. Trotzdem unterstütze die Stadt den beliebten Anziehungspunkt natürlich weiterhin.

Nach der Glockenweihe fanden sich die Ehrengäste im Festzelt zum musikalischen Frühschoppen mit der Stadtkapelle Kemnath ein. Georg Wagner, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, betonte, dass mit der Weihe der Glocke und der Segnung der Ägidius-Kapelle ein langgehegter Wunsch des Vereins in Erfüllung gegangen sei.

Ausschlaggebend für das Projekt war der Bundeszuschuss in Höhe von 200 000 Euro, den MdB Albert Rupprecht und der stellvertretende HuK-Vorsitzende, Leonhard Zintl, 2012 genehmigten. Danach ging es zügig voran. Von staatlichen Stellen wie Denkmalamt, Bezirk und Landkreis kam weitere Unterstützung in Höhe von 100 000 Euro. Die gesamte Bausumme betrug 400 000 Euro. Somit blieben weitere 100 000 Euro, die von der Stadt Kemnath und dem HuK zu tragen waren. Der Verein verpflichtete sich, davon jeweils 15.000 Euro an Geld- und Eigenleistungen zu übernehmen.

Dank der zahlreichen Spenden kann der Verein die geforderte Summe sicherlich erbringen. Einen Beitrag dazu leistete bereits die Sparkasse Oberpfalz-Nord, die 1000 Euro spendete. Der Betrag ist zweckgebunden für das Projekt "Ägidius-Kapelle" einzusetzen. Ein besonderer Dank ging auch an Familie Zintl, die die Kosten von 5000 Euro für die Glocke übernahm.

Dank zollte Wagner den Vereinen der Pfarrei mit ihren Fahnen, die den Festzug begleiteten. Dies galt besonders dem Ritterbund "Waldeckh zue Kemenatha", der mit seiner Teilnahme seine Verbundenheit mit der Burg Waldeck zum Ausdruck brachte.

Hans Enders, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats Enbath, überreichte Georg Wagner eine Urkunde, mit der die Pfarrei die Patenschaft für die Ägidius-Kapelle auf dem Schlossberg übernimmt. Die Pfarrei Ebnath hat den hl. Ägidius als Pfarrpatron. "Waldeck und Ebnath waren früher bedeutende Zentren, heute sind beide Orte, wie viele andere, vom demografischen Wandel betroffen. Umso mehr muss man deshalb über den Kirchturm hinausdenken und -schauen, und so das Gemeinsame suchen", sagte Enders.

Im Anschluss an den Frühschoppen gab es zum Mittagessen ein besonderes Schmankerl: eine Wildsau vom Grill, die Jagdpächter Erwin Heindl spendete. Nachmittags warteten die Damen mit einem umfangreichen Kuchenbuffet auf und boten Kaffee an. Für die Kinder dachte sich Opa Eule (Uwe Schimpf) Überraschungen aus, die mit einem Quiz auf die historische Bedeutung des Schlossbergs hinwiesen.

Georg Wagner, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, betonte, dass mit der Weihe der Glocke und der Segnung der Ägidius-Kapelle ein langgehegter Wunsch des Vereins in Erfüllung gegangen sei. Nach der Glockenweihe fanden sich die Ehrengäste im Festzelt zum musikalischen Frühschoppen mit der Stadtkapelle Kemnath ein. Bilder: hl
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