Gospelchor Hope and Joy aus Weiherhammer begeistert in Kemnather Stadtpfarrkirche
Stillsitzen völlig unmöglich

Lokales
Kemnath
09.12.2014
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Es gibt Gospelchöre, es gibt gute Gospelchöre - und es gibt herausragende Ensembles: Eines aus der letzten Gruppe beschloss in diesem Jahr das Programm des Candlelight-Shoppings: Die Formation Hope and Joy gab ein beeindruckendes Gastspiel in der Stadtpfarrkirche. Die Qualität des Chores aus Weiherhammer hatte sich offensichtlich schon herumgesprochen, denn das Gotteshaus war bestens gefüllt - auch Stehplätze waren heiß begehrt.

Schon optisch präsentierte sich die Gruppe imposant: Die 30 Sänger machten beim Einzug in ihren blau-goldenen Roben mächtig Eindruck. Hope and Joy - so nennt sich nicht nur der Gospelchor, (Glaubens-)Hoffnung und (Lebens-)Freude ließ die Formation auch rund 80 Minuten lang ausströmen. Ein Gospelchor lebt nicht ausschließlich vom Gesang - auch wenn dies natürlicher wichtiger und wesentlicher Bestandteil ist.

Was noch dazu gehört, bewiesen die stimmgewaltigen Chormitglieder: Bewegung der Körper, Enthusiasmus, rhythmisches Klatschen, lockeres Schnippen mit den Fingern und die Fähigkeit, die Zuhörer zum Mitmachen zu animieren. Und bei Hope and Joy noch etwas ganz Besonderes: Mit Leiterin Ramona Fink eine dominierende Soul-Stimme, die die ganze Kraft und Dynamik des Gesangs betonte.

Sitzen bleiben und einfach nur zuhören - das war praktisch eine Unmöglichkeit. Schon beim Lied "The Train" hatten sich nicht nur die Sänger im Altarraum in Dampfloks verwandelt, auch das Publikum machte kräftig mit. Einsatz von Kopf, Händen und Füßen war gefragt. Und auch gesanglich waren nicht einmal ausgeprägte Englischkenntnisse erforderlich: Ein zur Melodie wiederholtes "Amen" reichte als Text oftmals vollkommen aus. "Will you be there", "I will follow Him", "Day Spring" - allesamt Lieder, mit denen es dem Chor spielend gelang, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Und immer wieder Ramona Fink, die mit ihren Solo-Parts die Menschen im Publikum begeisterte. Sie führte den Chor, sie setzte Akzente - und das alles, ohne den Auftritt zur "One-Woman-Show" werden zu lassen.

Was bei einem Gospelkonzert nicht fehlen darf, fehlte auch in Kemnath nicht: "Oh, happy day" bereitete Freude. Und dass auch das Vorweihnachtliche bestens integriert werden konnte, bewies Hope and Joy beispielsweise bei "Santa Claus" und "Born in Bethlehem." Der lange Applaus belegte die Qualität der Darbietung.
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