Größer und jünger

Lokales
Kemnath
08.10.2015
3
0

Der Kreisvorstand der Mittelstandsunion (MU) kann seine Arbeit aufnehmen. Die Schwerpunkte legte das verjüngte und erweiterte Gremium in der konstituierenden Sitzung fest.

Kreisvorsitzender Leonhard Zintl freute sich in der Versammlung in den Hollerhöfen, fünf neue Mitglieder für die Führungsriege gewonnen zu haben. Dieser gehören künftig Sebastian Forster (Mitterteich), Thomas Grillmeier (Konnersreuth), Marco Vollath (Erbendorf), Christoph Hörl (Pullenreuth) und Benjamin Zeitler (Plößberg) an.

Zintl erinnerte zudem an die ausgeschiedenen Mitglieder Wolfgang Engel aus Waldsassen und Roland Wellenhöfer (Erbendorf). Vor allem der ehemalige Kreisvorsitzende Wolfgang Engel sei jahrzehntelange ein Mitstreiter für die Belange des Mittelstandes gewesen. Er habe sich auch auf Bezirks- und Landesebene immer wieder für den Kreisverband Tirschenreuth einsetzt.

Bildung ein Schwerpunkt

Der Kreisverband wird sich in den kommenden zwei Jahren auf die Themen Bildung und Wirtschaftsförderung konzentrieren. Hierzu ist demnächst ein Gedankenaustausch mit dem neuen Weidener IHK-Geschäftsführer Florian Rieder geplant. Für ein weiteres Gespräch soll Kontakt mit der neuen OTH-Präsidentin Andrea Klug aufgenommen werden.

Neben einem Rückblick auf die Kreisversammlung besprach das Gremium auch die Aktionen für das restliche Jahr. An einem Herbstgespräch mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht in Altenstadt/WN, zu dem man sich mit dem Vorsitzenden der MU Neustadt/WN, Harald Gollwitzer, trifft, nimmt Alfons Meierhöfer aus Erbendorf teil. Dabei werden vor allem die geplanten Gesetzesänderungen zum Thema Insolvenzanfechtung zur Sprache kommen. In der Diskussion begrüßten die Sitzungsteilnehmer den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung, der den Mittelstand von hohen Belastungsrisiken befreie. Der Zeitraum, in dem Insolvenzverwalter Zahlungen an andere Unternehmen zurück fordern könnten, werde darin von zehn auf vier Jahre verkürzt. Darin sah Zintl einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

Vor allem aber mit der nun geforderten Beweislastumkehr, bei der der Insolvenzverwalter nachweisen müsse, dass der Kunde von deutlichen Zahlungsschwierigkeiten wusste, werde endlich der redliche Kaufmann wieder geschützt, pflichtete Zintls Stellvertreter Roman Melzner bei. Bisher habe der Insolvenzverwalter schon zugreifen können, wenn beispielsweise nur eine Ratenzahlung vereinbart wurde. Auch über die mögliche Dauer eines Insolvenzverfahrens, betriebswirtschaftliche Hintergründe sowie stärkere Mitspracherechte der Gläubiger, sollte in die neue Gesetzgebung mit einfließen, erklärte Zeitler.

Zur Burg Falkenberg

Zintl lud ebenso zu einem Nachmittag in die Internationale Begegnungsstätte Kloster Speinshart zum Thema "Zukunftsfähige Führung mit christlichen Werten" am Freitag, 16. Oktober, ein. Ebenso geplant ist für alle MU-Mitglieder eine Besichtigung der Burg Falkenberg mit anschließendem Zoiglabend am 23. Oktober.

Glückwünsche galten MU-Mitglied Paulus und Ludwig Mehler, die in Berlin mit dem diesjährigen bundesweiten Mittelstandspreis in der Kategorie "Unternehmen" ausgezeichnet wurden. Die Laudationes hielten Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, sowie die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann.
Weitere Beiträge zu den Themen: Waldeck (2237)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.