Grüne Visitenkarte

Die Gestaltung des Vorgartens sollte gut durchdacht sein. Kreisfachberater Harald Schlöger verriet, was es dabei alles zu beachten gibt. Bild: hl
Lokales
Kemnath
28.11.2014
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Vorgärten sind für Harald Schlöger die Visitenkarte eines Hauses. Ihre Gestaltung stellt daher eine besondere Herausforderung dar. Denn auch auf der kleinsten Fläche kann der Gartenfreund einiges falsch machen.

Ein Vorgarten sei zwar zum einen Privatbereich, zum anderen aber wirke dieser deutlich nach außen, erklärte Kreisfachberater Harald Schlöger in der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins. Er sollte sich daher gut in sein Umland einfügen und einladend sein. Zudem müsse ein Vorgarten unter anderem Platz für ein Abfallbehältnis bieten. Und insbesondere sollte die Bepflanzung das ganze Jahr über Freude machen.

Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte, verschiedene Größen von Vorgärten und einige Gestaltungselemente sprach Schlöger die Ausgestaltung der Wegführung, geeignete Baumaterialien, Einbindung von Nebengebäuden und die große Bedeutung der Einfriedung an. Bei einem Zaun riet der Referent zu regionaltypische Lösungen, etwa schlichte Latten- oder Eisenzäune.

Mit Bildern von Gärten, die beim Dorfwettbewerb positiv auffielen oder die sich am Tag der offenen Gartentür beteiligt hatten, stellte der Referent Beispiele für eine gelungene Gestaltung vor. Zur regionalen Gartenkultur trügen Trockenmauern aus Gestein der Umgebung, wenig versiegelte Zufahrten und Hofflächen sowie bunte Bauerngärten bei. Steht weniger Platz zur Verfügung, so biete sich ein schmaler Streifen vor der Hausfassade für Kletterrosen und einigen Stauden an. Waldeck, so Harald Schlöger, sei dafür ein gutes Beispiel. Die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt nach dem Bau der Umgehung, habe viele neue Möglichkeiten zur Gestaltung der privaten Fassaden eröffnet.

Auf Bäume sollte nicht verzichtet werden, denn sie geben im Garten Geborgenheit. Die richtige Auswahl hängt dabei vom zur Verfügung stehenden Platz ab. Apfeldorn, Ebereschenarten, aber auch Obstbäume eignen sich laut Schlöger selbst für kleine Flächen.

Auf Torf verzichten

Harald Schlöger verwies auf eine Maßnahme im Bereich Klimaschutz des Landkreises Tirschenreuth. Der Kreisverband empfehle, für Garten und Hausgebrauch torffreie Erden zu bevorzugen. Der Torf sei zu wertvoll, um als Gartenerde benutzt zu werden. Der Abbau, der früher auch in unserer Gegend üblich war, erfolge derzeit vornehmlich in Norddeutschland. Auch werde Torf aus den baltischen und russischen Hochmooren importiert. Eine Alternative seien torfhaltige Substrate. Die billigste Art sei aber nach wie vor, mit eigenem Kompost Erden selbst zu mischen.

Weiter sprach Schlöger für 2015 einen Wettbewerb "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" an. Ziel sei, das Bewusstsein für gut gestaltete Friedhöfe zu schärfen. Außerdem solle das Engagement für Gestaltung, Pflege und Erhalt würdevoller Friedhöfe geschärft werden. Positive Beispiele werden der Öffentlichkeit aufgezeigt.

Nach seinem Referat stand der Kreisfachberater für Fragen und Problemen im Garten zur Verfügung.
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