Haflingerfreunde besuchen das tschechische Gestüt Písek - Ehemaliger hiesiger Zuchthengst ...
Freudiges Wiedersehen mit "Andiamo"

Die Oberpfälzer Haflingerfreunde zeigten im tschechischen Gestüt Pisek Tracht (vorne von links): Vorsitzender Lorenz Gebert, der ehemalige Gestütsdirektor Joszef Sihlar, der mit der Haflingermedaille mit dem Haflinger-Brandabzeichen bedacht wurde, sowie Organisator Karl-Georg Loos und Kassier Georg Bauer. Bild: nih
Lokales
Kemnath
16.10.2014
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Die Haflingerzüchter und Pferdefreunde trafen bei einem Ausflug auf das tschechische Landgestüt Písek quasi auf einen alten Bekannten - einen in der Region bestens bekannten ehemaligen Zuchthengst. Das Mitglied und der aktive Züchter Karl-Georg Loos aus Hahnbach-Oberklausen hatte die Verbindungen dorthin hergestellt und die Fahrt mit einem anspruchsvollen Programm organisiert.

Zweieinhalb Stunden benötigte die Gruppe zur Anreise, bis sie von dem früheren Gestütsdirektor Joszef Sihlar begrüßt werden konnte. Er skizzierte kurz die geschichtlichen Hintergründe dieser tschechischen Traditionseinrichtung, deren Stallungen und Gebäude zu einem nationalen Kulturdenkmal erhoben worden sind. Die anschließende Hengstvorstellung erstreckte sich auf Zuchthengste der Rassen Warmblut, Kaltblut und Pony.

Aus der Sicht der Oberpfälzer Besucher war leider nur ein einziger Haflingerhengst auf der Station. Ihn kannten sie aber umso besser. Es handelte sich um keinen Geringeren als "Andiamo", der ab 2003 zwei Jahre im hiesigen Zuchtgebiet auf dem Haflinger-Hof von Franz Pfaller in See bei Parsberg mit großem Erfolg als Deckhengst eingesetzt worden war. Nach dem Mittagessen besuchten die Gäste die Gestütsparade.

Die einstudierten Dressurfiguren, das Springreiten über Hindernisse und der Umzug mit altertümlichen Geräten und Maschinen wurden immer wieder von den zahlreichen Zuschauern mit Beifall bedacht. Vor allem die Vorführungen der berittenen Polizei erregten das Interesse und die Aufmerksamkeit aller. Geboten wurden die Polizei hoch zu Ross beim Einsatz gegen randalierende Fußballfans, dem Gebrauch der Schusswaffen, einem Ritt durch Feuer und Rauch, beim Einkesseln und Abdrängen von vermummten Demonstranten und dem Abtransport von Verletzten. Das alles geht nur mit hoch diszipliniert geschulten Tieren. "So etwas habe ich noch nie gesehen", brachte Maria Sattler aus Waidhaus die Meinung aller auf den Punkt.

Als Dank für die herzliche Betreuung verabschiedete sich die Besuchergruppe mit der Verleihung der Haflingermedaille mit dem Haflinger-Brandabzeichen und einem bayerischen Löwenwappen von dem ehemaligen Gestütsdirektor Joszef Sihlar.
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