Hans-Peter Rauch stellt Fahrzeugtechnik in nicht allzu ferner Zukunft vor
Motor starten und Autopilot ein

Lokales
Kemnath
16.12.2014
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(jzk) Auch für Autofahrer gilt: Nichts bleibt wie es ist. Das betrifft nicht nur Änderungen in der Straßenverkehrsordnung, sondern auch das Auto an sich. Mit "Die Kraftfahrzeugtechnik im Wandel der Zeit" hatte daher Diplomingenieur Hans-Peter Rauch von der Dekra Nordbayern seinen Vortrag in der Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht Kemnath überschrieben.

Bald serienmäßig

Neben den verschiedenen Fahrerassistenzsystemen ging er auf die seit 1. November verbindlichen Reifendruckkontrollsysteme bei Neuwagen sowie LED- und Laserlicht ein, das für eine noch bessere Sicht sorge. Wärmebildkameras würden Fußgänger und Wild bei Nacht besser erkennen. "Diese Systeme werden serienmäßig kommen", kündigte Rauch an. In vielen Fahrzeugen sei bereits eine Abstands- und Geschwindigkeitsregelung verbaut. Wie Notbremsassistenten und Fußgängererkennung trügen Spurwechselassistenten zur Unfallvermeidung bei. Vollautomatische Einparksysteme übernähmen das Einparken in eine Lücke. Eine Müdigkeitserkennung reagiere sofort, wenn bestimmte Lenkbewegungen Konzentrationsmängel verraten. Ab 2015 solle ein automatisches Notrufsystem Notrufe absetzen.

"Die Zukunft gehört dem Autopiloten", meinte Rauch. "Kameras, Sensoren und verschiedene Steuerungselemente lenken das Fahrzeug so, dass der Lenker nicht mehr eingreifen muss." Deshalb werde es auch keine Rolle mehr spielen, ob der Fahrer schlecht sieht oder nicht gut hört.

Fahrlehrer Andreas Scheuch informierte über Neuerungen im Straßenverkehrsrecht. Zuerst ging er auf das neue Fahreignungsbewertungssystem (FABS) mit nur noch acht Punkten ein. Diese werden seit Mai im Fahreignungsregister in Flensburg gespeichert, "Bei acht oder mehr Punkten wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen", mahnte Scheuch, "den Führerschein können Sie frühestens nach einem halben Jahr und bestandener MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) neu beantragen."

Ausnahmen, bei denen die Regel "rechts vor links" nicht gilt, erläuterte der Fahrlehrer anhand von übersichtlichen Folien. Wo die Richtgeschwindigkeitsverordnung gilt und richtiges Verhalten nach einem Unfall waren weitere Themen.
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