Hans Wegmann nimmt verspätet Preis des Carnevalsvereins entgegen
Karl packt endlich die Keule aus

Günther Fennerl (vorne), Beirat des Bundes Deutscher Karneval, lobte die Aktivitäten des Waldecker Carnevalsvereins, die aber "sein" Verband oftmals zu wenig würdige. Orden gab es in der zweiten Prunksitzung unter anderem für Annette Karl, die Bürgermeister Hermann Schraml und Heidrun Schelzke-Deubzer (von links), Werner Schieder (Fünfter von rechts) und Jutta Deiml (Achte von rechts). Bilder: hl (2)
Lokales
Kemnath
29.01.2015
1
0
Besser spät als gar nicht: Hans Wegmann musste bis zur zweiten Prunksitzung des Waldecker Carnevalsvereins (WCV) warten, bis er seine Auszeichnung, die Waldecker Keule, entgegennehmen konnte. Da die Preisträgerin des Vorjahres, Landtagsabgeordnete Annette Karl, bei der Faschingseröffnung auf Auslandsreise war, musste die Übergabe nachgeholt werden.

Für die Politikerin war der wiederum voll besetzte Schrembs-Saal ein Zeugnis dafür, dass die Waldecker noch einen bodenständigen Fasching feiern, der den Besuchern viel Spaß und Freude bereite. Das Angebot von Engel Johannes (Hans Lukas), ihr Unterricht in Oberpfälzisch zu erteilen, werde sie überprüfen. Er hatte bei ihr nur den einzigen Nachteil gesehen, dass sie nach wie vor ein Preuße sei. Karl versprach, hinzuzulernen, aber als ehemalige Berlinerin brauche sie eben Zeit.

Sozusagen als Ansporn erhielt die Landtagsabgeordnete den WCV-Orden. Ebenso nahmen die Bürgermeister Hermann Schraml und Heidrun Schelzke-Deubzer Bundestagsabgeordneter a.D. Werner Schieder, die Stadträte Jutta Deiml, Wolfgang Weber und Ely Eibisch sowie Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl die Auszeichnung entgegen.

Kritik am Verband

Vom Bund Deutscher Karneval war der Beirat im Brauchtumsausschuss, Günther Fennerl aus Tirschenreuth, gekommen. Er betonte, dass gerade die kleinen Faschingsgesellschaften das Brauchtum pflegten. Kritik richtete er an den Verband, der insbesondere die Arbeit der kleinen Vereine oft nicht in gebührender Weise honoriere. Fennerl gratulierte dem WCV zu seinem tollen Programm, durch das Sitzungspräsident Christian Ernstberger führte.

In seiner Büttenrede nahm der Ehrenpräsident Hans Lukas die lokale Politik aufs Korn. Hinsichtlich der Kommunalwahl, fiel ihm beim Blick ins Publikum eines auf: Bei den Prunksitzungen im Vorjahr seien mehr Stadtratskandidaten vertreten gewesen. Daher reimte Lukas: "Vor der Wahl, dou mei ma kimma, nou da Wahl, dou braucht's des nimma."

Die Waldecker Nachtwächter Hans Wegmann und Michael Pinzer gingen in ihren Gstanzln auf die kleinen Sünden der Landes- und Kommunalpolitiker ein. Aber auch die Geschehnisse, die nicht in der Zeitung standen, deckten sie auf.
Weitere Beiträge zu den Themen: Waldeck (2236)Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.