Heilpraktiker Rudolf Passon: Häufig Fehldiagnose
"Dement" durch Medizin

"Ziehen Sie nicht gleich voreilige Schlüsse, wenn die Diagnose Alzheimer im Raum steht", empfahl Heilpraktiker Rudolf Passon den Senioren im Kormannsaal. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
25.03.2015
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Kritisch steht Rudolf Passon der Schulmedizin gegenüber, jedenfalls wenn es um Alzheimer und Demenz geht. Es komme hier nicht selten zu Fehldiagnosen, erklärte der Heilpraktiker beim Seniorenclub im Kormannsaal.

Viele Menschen würden mit Medikamenten behandelt, die mit ihren Nebenwirkungen den Gesundheitszustand des Patienten noch verschlimmerten. Studien zeigten, "dass nicht einmal jeder vierte angeblich Demenzkranke wirklich dement war", behauptete Passon. Die wahren Ursachen von Gedächtnisstörungen seien oft Apathie, Verwirrung und Aggressivität. Viele klassische Alzheimer-Symptome seien in Wirklichkeit Folgen von Bewegungsmangel, Durchblutungsstörungen, Depressionen oder organischen Erkrankungen.

Ähnliche Symptome

Schmerzmittel, Antibiotika, Beruhigungsmittel, Cortison, muskelentspannende Präparate oder Mittel gegen Parkinson könnten demenzartige Symptome hervorrufen. Das werde oft nicht beachtet und führe dazu, dass Tausende von Patienten zu Unrecht für dement erklärt werden.

Als Vorbeugung gegen die Alzheimererkrankung empfahl Passon einen gesunden Lebensstil, vitalstoffreiche Kost, Bewegung, Reduzierung von Übergewicht, nicht Rauchen und übermäßigen Stress vermeiden. In diesem Zusammenhang verwies er auf einen Ausspruch von Hildegard von Bingen: "Deine Lebensmittel sind deine Hilfsmittel zum Leben".

Anhand von einigen Fällen aus seiner Praxis versuchte Passon, seine Theorien zu belegen. "Nach dem Absetzen bestimmter Medikamente verschwanden die Anzeichen von Demenz und die Patienten konnten ein selbstbestimmtes Leben führen" versicherte er seinen Zuhörern. Zur Gefäß- und Herztherapie und gegen die Demenz empfahl er natürliche Substanzen, die gut verträglich seien. Außerdem sollten Leber, Niere und Darm regelmäßig entgiftet werden. Abschließend beantwortete Rudolf Passon noch Fragen der Senioren. Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml bedankte sich bei ihm mit einem Präsent.
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