Hightech und ein Umbau

Anita Busch und Johannes Prechtl (stehend von rechts) informierten die Senioren im Kormannsaal über seniorengerechtes Wohnen zu Hause. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
20.02.2015
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Zu Hause essen, zu Hause schlafen - Senioren, die sich selbst nicht mehr helfen können, wollen trotzdem nicht aus der gewohnten Umgebung raus. Experten informierten in Kemnath, was ihnen helfen kann.

"Die meisten von Ihnen wollen doch so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben", meinte Bürgermeister Werner Nickl beim Seniorenclub im Kormannsaal. Um das zu schaffen, müssen mehrere Dinge organisiert werden. Die Referenten Anita Busch von der kommunalen Beratungsstelle "Wohnberatung für Senioren" und Projektmanager Johannes Prechtl von BRK Assistance "Leben plus" informierten in Kemnath über ihr Ziel, die Versorgung der Senioren in ihrer Wohnung bedarfsgerecht zu organisieren.

Service für Haus und Hof

"Dazu haben wir in den letzten Jahren ein Netzwerk aufgebaut, das es den Bürgern ermöglicht, viele Informationen und Dienstleistungen aus einer Hand abrufen zu können", erklärte Prechtl. Als Beispiele nannte er die Hilfe rund ums Haus, den Hausmeisterservice, den Medikamenten-, Formalitäten- und Einkaufsservice, die vielfältigen Unterstützungshilfen für den Alltag, die Wohnraumberatung und die regionale Bauernkiste. "Unsere Beratung ist für alle Bürger kostenlos. Nur das Begleiten längerer Hilfsprozesse ist kostenpflichtig." Um diese Hilfen allen Bürgern zur Verfügung zu stellen, unterstützt die Stadt Kemnat seit dem Start im November 2012 das BRK Projekt "Leben plus".

Anita Busch vom Landratsamt Tirschenreuth stellte die kommunale Beratungsstelle im Landkreis Tirschenreuth vor. "Dieses neue Angebot richtet sich an ältere Bewohner und Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten im Landkreis, um ihnen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben im Alter oder mit ihrem Handicap zu Hause zu ermöglichen", erklärte die zertifizierte Wohnberaterin. Ihre Beratungsschwerpunkte sind Wohnraumanpassung, Technik im Alter, Hilfsmittelberatung und die Umgestaltung der eigenen Wohnung. "Bei der Wohnberatung informiere ich die Senioren darüber, wie durch den Einsatz von technischen Assistenzsystemen und Hilfsmitteln, eine veränderte Ausstattung oder bauliche Maßnahmen die Wohnsituation seniorengerecht gemacht werden können", betonte die Expertin.

Intelligente Arbeitsgeräte, und ausgeklügelte Sicherheitssysteme können das Leben in der eigenen Wohnung wesentlich erleichtern. Die Senioren waren überrascht, welche technischen Hilfsmittel wie Plattformlifte oder Treppenraupen bereits auf dem Markt sind.

Musterwohnung fertig

Zur praktischen Beratung wurde in Tirschenreuth im Rosenweg eine Musterwohnung eingerichtet, die jederzeit besichtigt werden kann. Auf Wunsch kann die fachgerechte Wohnberatung auch zu Hause durchgeführt werden. Mit eingeschlossen sind dabei Auskünfte über Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten und die Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen.
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