Hilfe für die Helfer

Neben theoretischen Anleitungen, hatte Petra Rauseo, Leiterin der Caritas-Sozialstation, auch praktische Tipps parat. Bild: bur
Lokales
Kemnath
03.11.2014
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Die Pflege eines kranken Angehörigen ist eine große Herausforderung, die viele Menschen oft überfordert. Der katholische Frauenbund hatte zum Themenabend geladen, der Hilfe und Unterstützung vermitteln sollte.

"Die Pflege kranker Angehöriger": das war Thema eines informativen Abends, zu dem der katholische Frauenbund ins Pfarrheim eingeladen hatte. Mit Petra Rauseo, Leiterin der Caritas-Sozialstation, hatten die Verantwortlichen eine kompetente Referentin gewonnen, die praxisnah Auskunft gab. Im theoretischen Teil stellte Rauseo die Sozialstation und deren Dienstleistungen vor: "Seit jeher ist es die Aufgabe der Caritas, sich um kranke und pflegebedürftige Menschen zu kümmern."

Seit 1979

In dieser Tradition stünden auch die Schwestern der Caritas-Sozialstation, die es seit 1979 in Kemnath gibt. Seither kümmern sich die Krankenschwestern und Altenpflegerinnen um Kranke und Hilfsbedürftige im häuslichen Umfeld. "Sie unterstützen und helfen, wenn ältere und allein lebende Menschen bestimmte Dinge des täglichen Lebens nicht mehr eigenständig bewältigen können."

Die Schwestern der Sozialstation sorgten dafür, dass kranke und pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben können. Das Versorgungsgebiet der Caritas-Sozialstation umfasse das Gebiet der Stadt Kemnath sowie der Gemeinden Kulmain, Immenreuth und Kastl. Die Leistungen der Sozialstation seien äußerst vielfältig, so die Referentin weiter: "Nach ärztlicher Verordnung werden medizinische Behandlungen übernommen. Gemeinsam mit den Angehörigen wird ein Pflegeplan zur Ermittlung der Kosten erstellt."

Tipps am Bett

Dem theoretischen Teil folgte ein praktischer, in dem Petra Rauseo und ihre Kollegin den Zuhörern Tipps gaben, was beim Pflegen kranker Angehöriger zu beachten ist. Dazu hatten die Damen ein Pflegebett mitgebracht und allerhand Utensilien, die bei der Pflege hilfreich sein können. Der Standort des Bettes sei wichtig. Er solle hell und möglichst von beiden Seiten begehbar sein.

Die Schwestern setzten laut Rauseo auf aktivierende Pflege. Der Patient solle möglichst viele Tätigkeiten selbst übernehmen. Der Patient müsse motiviert werden, das steigere das Selbstwertgefühl. Ein Augenmerk liege auf der Hautpflege. Die Haut trockne schnell aus, vor allem bei der Einnahme von Diuretika.

Stets müsse auf das Schamgefühl, geachtet werden. Mit Hilfe ihrer Kollegin zeigte Rauseo Möglichkeiten, den Patienten beim Aufstehen und Gehen zu helfen. Auch verschiedene Möglichkeiten der Lagerung unter Zuhilfenahme von Kissen und Decken wurden gezeigt, um Druckstellen am Körper vorzubeugen. Abschließend stand die Referentin für Fragen zur Verfügung.
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