"Hilfe für möglich halten"

Auf dem Eisweihergeländer zelebrierten die beiden Geistlichen Dirk Grafe und Konrad Amschl (von links) den ökumenischen Gottesdienst. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
06.07.2015
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Einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Eisweihergelände - das hat es in Kemnath bisher noch nicht gegeben. Unter dem Motto "Komm zur sprudelnden Quelle" zelebrierten die Geistlichen Dirk Grafe und Konrad Amschl die Messe.

Das Thema des ökumenischen Gottesdienstes wurde zusammen mit dem Arbeitskreis 365 erarbeitet. "Der Mensch braucht Brot und Wasser, um zu leben" betonte Pfarrer Konrad Amschl bei der Begrüßung. "Aber er braucht auch die Freude, die Liebe, die Hoffnung und das Glücklichsein" fuhr der Geistliche fort. Er will von den Menschen akzeptiert und angenommen werden. "Vor allem aber braucht er die Liebe und Vatersorge Gottes", betonte Amschl weiter.

Wasser des Lebens

Die Liebe Gottes sei wie ein Brunnen, der ständig Wasser spende. Mit diesen Worten nahm der Geistliche Bezug auf das Evangelium. Es handelte von einer Frau aus Samaria, die Jesus am Jakobsbrunnen trifft und ihr das Wasser des Lebens verheißt. Elke Burger las die Parabel "Der Mann in der Wüste" von Kadidja Wedeking vor. "Der moderne Mensch ging zugrunde, weil er Hilfe nicht für möglich gehalten hat" war die Kernaussage. "Als Christen scheinen wir manchmal von gestern zu sein" sagte Pfarrer Dirk Grafe bei seiner Predigt, "aber der Glaube an Wunder ist nicht von gestern, sondern zukunftsweisend." Der moderne Mensch, der nur an sich selbst glaubt und davon ausgeht, alles zu wissen, scheitere im alltäglichen Leben, wenn er nicht bereiit ist, Hilfe anzunehmen und auf andere zu vertrauen.

"Werkzeuge des Friedens"

"Lieber Gott, gib uns die Fähigkeit zu erkennen, was für unser Leben wichtig ist und deinem Willen entspricht" lautete eine Fürbitte, die Elisabeth Heindl und Robert Baier vortrugen. "Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens" endete das Gebet vor dem Friedensgruß. Manfred Spiegler gab bekannt, dass die Kollekte für das Projekt "Elijah" von Pater Georg Sporschill für hilfsbedürftige, arme und notleidende Menschen im Raum Südrumänien verwendet wird.

"Alle meine Quellen entspringen in dir", "Bewahre und behüte uns Gott" und andere passende Lieder spielte der Posaunenchor Wirbenz. Mit dem feierlichen "Großer Gott, wir loben dich" endete der ökumenische Gottesdienst im Freien. Nach dem Schlusschoral "Bleibe bei mir, Herr" nutzten die Gläubigen beider Konfessionen die Gelegenheit zu einem gemütlichen Beisammensein.
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