Hund schnappt beim Eckball zu

Vorsitzender Christian Lukas (rechts) dankte Filmemacher Robert Neuber, Initiator Erwin Heindl und dessen Lebensgefährtin Roswitha (von links) mit Geschenken für den Vereinsfilm. Bild: hl
Lokales
Kemnath
26.11.2015
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Ein Projekt, das der Ehrenvorsitzende des Sportvereins, Erwin Heindl, vor einigen Jahren begonnen hat, ist nun fertig. Der Film über die Zeit seit der Gründung 1958 feierte Premiere.

Die Dokumentation hatte Robert Neuber angefertigt. Dem Zintlhammerer dankte Vorsitzender Christian Lukas im Sportheim ebenso wie Heindl. Sie hätten mit dem Film eine wohl einmalige Chronik des SV Waldeck und so ein Zeugnis für die kommenden Generationen geschaffen.

Im Film kommen alle noch lebenden Vorsitzenden sowie einige Trainer zu Wort. Erich Dumler, Gründungs- und Ehrenmitglied, berichtet von den Anfängen des Fußballs in Waldeck, der aber eigentlich in Guttenberg seinen Ursprung hat. Dort hatte man für die ersten Partien auf einer Wiese einen Fußballplatz angelegt. Zunächst waren es nur Freundschaftsspiele gegen benachbarte Ortschaften. Direkt neben dem Platz hatte ein Scherenschleifer sein Domizil, und die Hundehütte stand unmittelbar an der Eckfahne. Das ging laut Dumler einige Zeit gut, bis der Vierbeiner einmal einen Fußballer in den Allerwertesten gezwickt hat. Daraufhin sorgte eine kleine Verlegung wieder für die "gefahrlose und bissfreie" Ausführung von Eckbällen.

Zunächst als DJK

Auf Initiative des damaligen Schulleiters Alfred Soika, Josef Vollath, Max Viechtl und dem damaligen Bürgermeister Josef Lukas erfolgte 1958 im Café Irlbacher die Gründung des Vereins unter dem Namen DJK Waldeck. Ein Jahr später wurde der Spielbetrieb im Kreis Weiden aufgenommen.

In der Zwischenzeit hatte die Marktgemeinde Waldeck in der sogenannten Tannenhut mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte in Grafenwöhr das sumpfige Gelände in einen Fußballplatz umgewandelt. Den Segen erhielt das Areal 1961, ein amerikanischer Hubschrauber warf zum ersten Spiel einen Ball ab.

Platz neben Freibad

Weshalb er nach dem früh verstorbenen Leonhard Lehner der zweite Trainer der Fußballer wurde, berichtet Helmut Schelzke in dem Streifen. Ihn habe an der Aufgabe, neben den bereits bestehenden Kontakten zu einigen Spielern, besonders die herrliche Lage des Fußballplatzes, damals noch mit angrenzendem Freibad, gereizt. Die Mannschaft habe damals in einer sehr starken C-Klasse knapp den Aufstieg verpasst. Auch an einige lustige Gegebenheiten erinnert sich Schelzke.

Die Segnung des Platzes, die Fahnenweihe mit 25-jährigem Bestehen, sowie das 50. Gründungsfest sind in der Chronik mit Originalfilmaufnahmen enthalten. Auch alle sonstigen grundlegenden Ereignisse, wie das Aufstellen der Übungshalle sowie der Bau des zweiten Sportplatzes, der Tennisplätze und des neuen Sportheims sind festgehalten.

Zum Dank überreichte Vorsitzender Christian Lukas an Robert Neuber als Andenken an den SVW ein T-Shirt und ein Käppi. Erwin Heindl erhielt vor allem auch für seine Unterstützung, die er dem SVW hat zukommen lassen, einen Ball aus Stein mit Inschrift für den Garten und dessen Lebensgefährtin Roswitha ein Blumengebinde.
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