Ideale nicht aus der Mode

Man kennt sich in ritterlichen Kreisen: Beim Deutsche Rittertag trafen die Kemnather Recken um Großmeister Werner von Podewils unter anderem den Hochmeister des Deutschen Ritterbundes, Konrad von Winterstetten (Achter und Neunter von rechts), sowie Johannes von Waltburg vom Falkensteyner Ritterbund aus Kaprun. Ihren Ehrenrecken hatten die Kemnather erst vor einigen Wochen besucht. Bild: hl
Lokales
Kemnath
24.09.2014
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Knappen, Recken, Burgfräuleins - der 45. Deutsche Rittertag in Pfaffenberg war ein farbenfrohes Spektakel für die Besucher. Dazu trug auch ein starkes Fähnlein des Ritterbundes Waldeckh zue Kemenatha bei.

19 Recken und Burgfrauen aus dem Kemnather Land waren der Einladung des Drachensteyner Ritterbundes nach Niederbayern gefolgt. Für die Großmeister, darunter der Kemnather Werner von Podewils (Ponnath), und Fähnleinführer stand zunächst ein Empfang beim Schirmherrn, Bürgermeister Karl Wellenhofer, auf dem Programm. Die übrigen Teilnehmer nutzten das Angebot zur Besichtigung des Klosters Mallersdorf. Zum anschließenden großen Festkapitel zogen Bünde aus Deutschlands und Österreichs Gauen feierlich ein. Der Hochmeister des Deutschen Ritterbundes (DR), Konrad von Winterstetten, dankte dem Drachensteyner Ritterbund zue Pfaffenberg für die Ausrichtung. Deren Großmeister Wilhelm von Fraunberg freute sich, schon zum dritten Mal Veranstalter sein zu dürfen. Er wertete dies als Wertschätzung, die die Drachensteyner im DR genießen.

Bürgermeister Karl Wellenhofer, der an diesem Tag Geburtstag feierte, stellte seine Gemeinde kurz vor. Er dankte den Verantwortlichen, dass der Rittertag wiederholt nach Pfaffenberg vergeben wurde.

Segen für neue Fahne

Konrad von Winterstetten ging in seinem Festvortrag auf die Bedeutung der Ritterbünde in der heutigen Zeit ein. Sich an den überlieferten ritterlichen Idealen zu orientieren, klinge zwar altmodisch, sie seien aber gerade jetzt gefragt wie eh und je. Der Hochmeister stellte die neugestaltete Fahne des DR vor, die anschließend den Segen der ritterlichen Kirche erhielt. Neben Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im DR stellte sich die Gruppe "Schalimo in Taberna" mit mittelalterlichen Instrumenten und Gesängen vor.

Am Abend zogen die Recken mit ihren Bannern, angeführt von einem Spielmannszug, zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Pfarrer Patrice Banza Kabwende stellte in seiner Predigt die ritterlichen Ideale in den Vordergrund. Die Banner aller Ritterbünde bildeten im Altarraum ein herrliches Bild. Der Männergesangverein Pfaffenberg gestaltete den Gottesdienst mit einer Messe in Mundart.

Nach der abendlichen Fidulitas, also dem gemütlichen Beisammensein in der Festhalle, traten die Kemnather die Heimreise an. (Kurz notiert)
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