Im Glauben daheim

Etliche befreundete und bekannte Pfarrer, Pater und Diakone zelebrierten mit Stadtpfarrer Konrad Amschl den Trauergottesdienst und erwiesen dem Verstorbenen am Grab die letzte Ehre.
Lokales
Kemnath
31.10.2014
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Die Familie stand im Mittelpunkt. Als Geschäftsmann war er bei Kunden und Partnern geschätzt. Der Marien-Verehrung galt seine Leidenschaft. Entsprechend groß gestaltete sich die Anteilnahme bei Alfred Völkls Beerdigung.

Angeführt von Fahnen und Standarten der Ortsgruppen der Marianischen Männercongregation (MMC) und des Krieger- und Soldatenvereins Kulmain nahmen Kemnather, Kulmainer, Familie, Freunde und Bekannte Abschied von Alfred Völkl. Der Tabakwaren- und Spirituosengroßhändler war im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben.

Wallfahrtsleiter

Völkls Vita war von seiner erfolgreichen Arbeit als Kaufmann geprägt, noch mehr aber von seinem tiefen Glauben und der Verehrung der Gottesmutter. Völkl wuchs mit drei Brüdern in Mehlmeisel auf. Später zog er nach Kulmain. Nach der Heirat mit Ehefrau Rita und der Geburt seiner Tochter und der beiden Söhne brachte er sich ins gesellschaftliche und kirchliche Leben des Ortes ein. Als Gemeinderat, im Kirchenchor und vor allem als Vorbeter erwarb er sich Verdienste, wie Bürgermeister Günter Kopp in seiner Grabrede betonte.

Besonders dankbar zeigten sich die Gläubigen, die Alfred Völkl auf den Wallfahrten nach Fuchsmühl oder Altötting als Vorbeter und Wallfahrtsleiter begleitet hatte. Ab 1977 baute Alfred Völkl die Kulmainer Pfarrgruppe des MMC auf und gründete 1994 auch die Pfarrgruppe Kemnath, die er bis 2000 als Obmann leitete. 1991 bis 2005 war er als Obmann für den Bezirk Armesberg zuständig. Erst vor einem Jahr stiftete er dort ein Wegkreuz.

Ab 1998 gehörte der Kulmainer dem Marianischen Rat in Regensburg an. Bei seinem Ausscheiden dankten im Diözesanbischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Reinhard Pappenberger mit hohen Ehrungen. Die große Anerkennung für den Verstorbenen belegten auch die neun Pfarrer, Pater und Diakone, die sich neben Stadtpfarrer Konrad Amschl am Altar der Kemnather Stadtpfarrkirche zur Konzelebration eingefunden hatten.

Die große Familie bildete stets Völkls Lebensmittelpunkt. Bei den manchmal spärlichen Mahlzeiten in der Nachkriegszeit habe er viele Ideen entwickelt, die Speisen schmackhafter zu machen. In seiner wohlorganisierten Werkstätte entstanden viele nützliche Dinge, aber auch selbst gefertigte Rosenkränze, womit sich der Kreis seiner Lebensinhalte immer wieder schloss. Als Geschäftsmann war Völkl nicht nur erfolgreich, sondern bei allen Partnern als fair und zuverlässig anerkannt.

Hans Bäte von der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kulmain dankte dem langjährigen Mitglied, das nach den Vorstufen für die bisherige Zugehörigkeit, demnächst für das Goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre Treue vorgesehen gewesen wäre. Mit dem Trompetenstück "Ich hatt' einen Kameraden" und "'s is Feieramd" endete auf dem Friedhof die Beisetzung.
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