Imitator Bernd Händel lässt beim Fortschauer Carnevals-Club Prominente zu Wort kommen
Komischer als die Originale

Bernd Händel haute in die Saiten und das Publikum sich auf die Schenkel. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
03.02.2015
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Als mitreißender Humorist präsentierte sich Bernd Händel bei der Prunksitzung des Fortschauer Carnevals-Clubs (FCC) in der Mehrzweckhalle. Der Sitzungspräsident der Fernsehsendung "Fastnacht in Franken" erwies sich als begnadeter Stimmenimitator.

Nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Horst Seehofer und Edmund Stoiber, auch Hans-Dietrich Genscher, "Nobby" Blüm und Willy Brandt ahmte er nach, dass man glauben konnte, die Politiker stünden leibhaftig auf der Bühne. Händel bot Dialoge zwischen Helmut Kohl und Gerhard Schröder oder ein Interview mit Franz Josef Strauß, der vom Himmel aus das politische Geschehen kommentierte. Dazu kamen Gags wie diese: "Was ist Hohlraumversiegelung? Ein Politiker mit Oropax in den Ohren." Das Europaparlament sei ein "Endlager für schwarze Nullen".

Schlachthof auf der Bühne

Gut kam ein nachgespielter Ausschnitt aus "Ottis Schlachthof" an. Händel spielte nicht nur Ottfried Fischer, sondern auch die Gäste Harald Schmidt und Michael Mittermeier. Letzteren zitierte er mit dem Bonmot: "In Hamburg werden die Babys nicht geboren, sondern vom Stapel gelassen." Händel bot auch einen Ausflug in die Welt des Sports. Bei einer "Liveschaltung" ließ er Michael A. Roth, Franz Beckenbauer, Luis van Gaal und Yogi Löw zu Wort gekommen. Auch als Sänger, der sich selbst auf der Gitarre begleitete, tat sich der Kabarettist hervor. Täuschend echt machte er Karel Gott, Peter Maffay, Roland Kaiser sowie Marianne und Michael nach. Dass er deren Texte verändert hatte, war klar. Auch das typische Nuscheln Hans Mosers baute er in sein Programm ein.

Bei der Zugabe ließ Händel den verstorbenen fränkischen Humoristen Herbert Hisel zu Wort kommen. Dessen bekanntes Markenzeichen "Jou wergli" floss immer wieder in seine Monologe ein. Zur Erinnerung an seinen Auftritt beim FCC überreichte Präsident Ronald Ott den Sessionsorden.
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