Jesus bis zum Tod treu geblieben

Von der Pfarrkirche aus zogen die Waldecker Vereine und Gläubigen durch den Markt. Bild: hl
Lokales
Kemnath
20.05.2015
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Christenverfolgungen gab es nicht nur in den ersten Jahrhunderten nach Jesus. Auch heute müssen rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens mit Verfolgung rechnen. Mit dieser Aussage spannte Pfarrer Heribert Stretz beim Patrozinium den Bogen zum heiligen Johannes Nepomuk.

Der Pfarrpatron sei bereit gewesen, Jesus treu zu bleiben. Als er vor König Wenzel stand, habe er sich geweigert preiszugeben, was die Königin ihm gebeichtet hat. Er habe Jesus trotz Folter nicht verleugnet, erklärte Pfarrer Heribert Stretz.

Christenverfolgung bedeute nicht nur, dass ein Staat Einzelne oder Gruppen wegen ihres Glaubens einsperre, verletze, foltere oder töte. Verfolgung herrsche auch dann, wenn Christen aufgrund ihres Glaubens ihre Arbeit oder ihre Lebensgrundlage verlieren und vertrieben werden, ebenso, wenn Kinder deshalb keine oder nur eine schlechte Schulausbildung bekommen. Dies sei derzeit in 50 Ländern der Erde der Fall, machte der Geistliche deutlich.

Der heilige Paulus machte diese Erfahrung ebenfalls und formulierte es so: "Wir leiden Verfolgung, aber wir werden dennoch nicht verlassen. Dadurch wirkt die Botschaft der bedrängten Kirche umso glaubwürdiger." Wo Christen im Leiden sich ohne Angst und unverzagt zu Christus bekennen, entfalte sich die Kraft Christi, und das werde gerade für die Verfolger sichtbar.

Zeugnis geben

"Dass der Glaube seine Kraft hat, zeigt auch der Blick auf den Pfarrpatron." Er habe mutig seinen Glauben bewahrt und bis zuletzt ein lebendiges Zeugnis für Christus gegeben. Sein Fest ermutige, im persönlichen Leben Zeugnis zu geben. Dann werde das Denken und Handeln immer von Jesus geleitet und mitgetragen.

Die Fürbitten sowie die Lesung trug Angela Reindl vor. Sie war auch Vorbeter bei der Prozession. Dankesworte sagte Stretz an die Blaskapelle, den Mesnern, Ministranten und Himmelträgern sowie der Feuerwehr Waldeck für die Absicherung der Prozession aus. Zum Abschluss erteilte er den Segen mit der Reliquie des heiligen Johannes Nepomuk. Zum Kirchenzug durch den Unteren und Oberen Markt vor dem Festgottesdienst hatten sich Vereine der Pfarrei mit Fahnenabordnungen eingefunden. Die Blaskapelle begleitete die Gläubigen, darunter die Bürgermeister Werner Nickl und Hermann Schraml, die Stadträte Willi Prieschenk und Klaus Wegmann sowie Ortssprecher Hans Reindl, zur Kirche. Dort nahmen die Fahnenträger vor den Seitenaltären Aufstellung.
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