Jesus im Herzen tragen

Mit Porträtbildern hatten die Waldecker Kommunionkinder eine Monstranz gestaltet, die sie im Festgottesdienst vorstellten. Anschließend spendete ihnen Pfarrer Heribert Stretz erstmals die heilige Kommunion. Bild: hl
Lokales
Kemnath
14.04.2015
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"Christusträger" - unter diesem Motto stand am Weißen Sonntag die Erstkommunionfeier für sechs Mädchen und zwei Buben. Sie zeigten den Gläubigen, wen sie als Vorbild sehen.

Mit ihren Eltern, Pfarrer Heribert Stretz und den Ministranten waren sie unter Orgelklängen in die Pfarrkirche eingezogen. Statt der Lesung trugen Hannah Fütterer und Emelie Hoffmann die Geschichte vom heiligen Christopherus vor.

Last der ganzen Welt

Dieser sollte eines Nachts ein Kind auf die andere Seite eines Flusses tragen. Auf der Hälfte der Strecke wird das Kind so schwer, dass Phorus, wie er ursprünglich hieß, meinte, die ganze Welt auf seiner Schulter zu tragen. Beim Weitergehen ergab sich Christus zu erkennen und taufte ihn auf den Namen Christopherus (Christusträger).

Die Kommunionkinder hatten Beispiele für Christusträger gemalt, die auf einer Pinnwand zu sehen waren. Benedikt Birkners Motiv war die Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. Fabian Dumler hatte Christopherus mit einem Kind auf den Schultern gemalt, Emelie Hoffmann den heiligen Paulus mit Schwert; Anna-Maria den heiligen Martin, wie es den Mantel teilt, Nina Dumler den Kranz der heiligen Luzia mit brennenden Kerzen, Maria Pinzer Mutter Teresa mit einem Blumenstrauß und Hannah Fütterer eine Monstranz.

In der Predigt erläuterte Pfarrer Stretz das Bild mit der Monstranz vor dem Volksaltar, das die Kommunionkinder mit ihren Eltern gestaltet hatten. In der Gestalt der Hostie sei Jesus mitten unter uns. Zu ihm sollten die Kinder kommen und ihn in der heiligen Kommunion empfangen.

Nach dem die Erstkommunikanten das Taufversprechen erneuert hatten und den Fürbitten traten die Kinder, begleitet von ihren Eltern, vor den Priester, um erstmals die heilige Kommunion zu empfangen. Zum Schluss des Festgottesdienstes, den der Projektchor unter der Leitung von Beate Zehrer und Stephanie Wöhrl an der Orgel mitgestaltet hatten, dankte Stretz allen, die diesen Tag vorbereitet haben.

400 Euro für Sternenkinder

Am späten Nachmittag fand in der Pfarrkirche die Dankandacht statt, bei der die Kommunionandenken überreicht wurden. Die Kinder gaben ihr Opfer für die Diaspora ab. Da die Kommunioneltern auf Gegengeschenke verzichtet haben, konnten sie 400 Euro an die "Stiftland-Sternenkinder" übergeben. Diese Organisation nimmt sich der Betreuung von schwersterkrankten Kindern an und unterstützt den Aufbau eines ambulanten Kinderhospizdienstes im Landkreis.
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