Jugend sammelt für den Erhalt der Kriegsgräber
Gefallenen ein Gesicht geben

Vorsitzender Raimund Pinzer (links) lobte die fleißigen Sammler Walter Kukla, Nico Buchka (vorne von links), Vanessa Heindl und Raimund Pinzer junior (dahinter von links) und Reinhold Bauer (hinten). Bild: jzk
Lokales
Kemnath
26.11.2014
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Eine positive Bilanz der Kriegsgräbersammlung zog Vorsitzender Raimund Pinzer in der Zoiglstube "Houderer". Herzlich dankte er allen Spendern und Sammlern und lobte den selbstlosen Einsatz. "Die Jugend unserer Kameradschaft hat sich engagiert für den Erhalt der Kriegsgräber eingesetzt."

Seit zwei Jahren gibt es keine Sammlung an der Haustür mehr, sondern nur noch auf festen Plätzen. Kassier Anton Heindl ging auf die Aufgaben des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge ein. In 45 Staaten betreut der Volksbund über 832 Kriegsgräberstätten. Mit ihrem Erhalt ist das Gedenken an die dort Bestatteten und deren Familien möglich.

"Versöhnung zwischen den Menschen ist Arbeit für den Frieden", hatte ihm Rainer Ruff, Generalsekretär der Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in einem Schreiben mitgeteilt. "Bei der Pflege von Kriegsgräberstätten können junge Menschen sehen, was ein Krieg anrichten kann", heißt es weiter.

Persönliche Erfahrungen prägten mehr als alles Wissen aus Büchern, Filmen oder dem Internet. Allein in den 20 Jahren nach Öffnung der Grenzen hätte der Volksbund 800 000 Kriegstote geborgen und bestattet. Viele konnten noch identifiziert werden. "Seitdem gibt es für Kriegstote einen Namen, ein Gesicht und eine letzte Ruhestätte", schrieb Rainer Ruff an Anton Heindl.
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