Kind vielfältig fördern

Den Müttern berichtete Kindergartenleiterin Sabine Wende (Vierte von rechts), was die Kleinen in der Betreuungseinrichtung so treiben. Bild: hl
Lokales
Kemnath
27.09.2014
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Jahrelang hatten sie ihre Kinder um sich. Kaum ein Schritt, bei dem die Eltern nicht dabei waren. Doch für die Kleinen hat mit dem Besuch des Kindergartens ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Und viele Mütter fragen sich, wie es den Mädchen und Buben dort nun geht.

Eine Antwort darauf erhielten sie von Sabine Wende, der Leiterin des Kindergartens St. Anna. Nach einer Vorstellungsrunde erklärte sie anfangs, dass in der Einrichtung nach dem Waldecker Konzept und den Richtlinien des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans gearbeitet werde. Ebenso erläuterte sie den Ablauf eines Tages, der mit der Bringzeit (bis 8 Uhr) beginnt.

Bis dahin haben die Kleinen Gelegenheit zu spielen. Beim anschließenden Morgenkreis werde jedem Kind das Gefühl des Aufgenommenwerdens, des Aufgehobenseins, der Harmonie und der Verbundenheit gegeben. Meditative Musik sorge dafür, dass alle zur Ruhe kommen.

Laut Wende dürfen die Mädchen und Buben zum Beispiel am Montag von ihrem Wochenende erzählen. Freitags könne ein kleines Spielzeug mitgebracht werden. Zwischendurch werde Gelerntes wiederholt und ein Morgengebet gesprochen. Die folgenden Freispielzeit fördere Eigeninitiative, Fantasie, Sprachfähigkeit, Selbstständigkeit sowie Sozialverhalten. Zudem werden Hören, Sehen, Riechen und Fühlen des Kindes sowie dessen Gedächtnis geschult.

Eine Brotzeit gegen 9.30 Uhr unterbricht die Freispielzeit, deren Ende von einem Zeichen angekündigt wird. Danach geht es ans Aufräumen, so dass etwa um 11 Uhr der Stuhlkreis gebildet wird. Hier stehen der gegenseitige Austausch, Singen, Fingerspiele, Märchen und Gedichte im Vordergrund. Für die Vorschulkinder gibt es ein eigenes Programm, das auf die Schulzeit vorbereitet. Sie dürfen auch den Telefondienst übernehmen. Einen festen Platz im Jahreskalender haben religiöse Feste, Besuche von Pfarrer Heribert Stretz, Andachten mit der Mutter-Kind-Gruppe, Erntedank, St Martin, Adventsfeier und Osterbrunnensegnung. Natürlich wird auch der Geburtstag eines jeden Kindes gefeiert.

Zum Abschluss hörten die Mütter das Gedicht von der großen und der kleinen Hand. Die Anwesenden hatten zudem Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Mitarbeiterinnen Dagmar König und Madlen Heser wünschten sich eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohle der Kinder.
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