Klassikensemble singt mit Senioren auch Volkslieder
Heim als Opernhaus

Tenor Martin Fösel, Pianistin Beate Roux und Violinistin Rebekka Wagner eröffneten einen Blick in die Welt der klassischen Musik. Bild: wew
Lokales
Kemnath
20.10.2014
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Wenn im Innenhofforum des BRK-Seniorenheimes Musik erklingt, dann sind es in der Regel Volkslieder. So war es auch beim Auftritt des Klassikensembles der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation aus München - allerdings nur zum Warmwerden.

"Englischer" Beethoven

Denn nach "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" wechselte Tenor Martin Fösel komplett die Musikrichtung. Er trug von Georg Friedrich Händel "Ombra mai fu" aus der Oper "Xerxes" vor, dem das lebhafte Lied "Danza, danza fanciulla" von Francesco Durante folgte. Violinistin Rebekka Wagner und Beate Roux am Klavier brachten das bekannte "Air" aus der Suite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Einen Ausflug in die englische Zeit von Ludwig van Beethoven mit irischen, walisischen und schottischen Volksliedbearbeitungen wie "Morning a Cruel Turmoiler is", "When Mortals all to Rest Retire" und "The Pulse of an Irishman" brachte eine eher ungewohnte Klangfarbe in den unterhaltsamen Nachmittag.

Auch die "Kurfürstinnensonate" von Wolfgang Amadeus Mozart, die Kompositionen "An Mignon" und Auszüge aus der "Winterreise" von Franz Schubert zogen die Zuhörer in den Bann. Ein Abstecher nach Norwegen machten die Instrumentalistinnen mit der Sonate für Violine und Klavier "Allegretto espressivo alla Romanza - Allegro molto" von Edvard Grieg, bevor zum Abschluss des offiziellen Programms Tenor Martin Fösel aus der Operette "Der Bettelstudent" das bekannte Lied "Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst" sang.

Bevor das engagierte Trio die Zuhörer als Zugabe mit einem Stück aus der Oper "Hänsel und Gretel" erfreute, lud es das Publikum erneut zum Mitsingen ein. "Auf, du junger Wandersmann" erklang aus vielen Kehlen durch das prall gefüllte Innenhofforum. Heimleiterin Claudia Heier dankte den Gästen für einen wahren Hochgenuss klassischer Musik und lud zu einem weiteren Besuch im Frühjahr ein.
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