Kolpinggedenktag beschäftigt sich mit der Bedeutung von "Treu Kolping"
Andere Mentalität eine Pflicht

Gemeindereferent Jochen Gößl (von rechts), Kolping-Vorsitzender Roland Sächerl sowie seine Stellvertreterin Barbara Weismeier ehrten Thomas Völkl und Hans Vogel für ihre Treue. Bild: kaz
Lokales
Kemnath
05.12.2015
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Welche Bedeutung hat das Tun Adolph Kolpings in unserer Zeit und wie können wir das umsetzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Kolpingfamilie in einem Vorabendgottesdienst. Gemeindereferent Jochen Gößl hatte eine nachdenkliche, aber auch ermutigende Rede zum Kolpinggedenktag vorbereitet.

Drei positive Eigenschaften sollten sich die Gottesdienstbesucher überlegen. Gößl stellte fest, dass es viel schwieriger ist, positive Dinge statt negative Eigenschaften aufzuzählen. Das liege an der Erziehung, erklärte er. Brachte man eine gute Schularbeit mit nach Hause, freuten sich die Eltern zunächst, sagten aber im nächsten Atemzug, dass man mit mehr Konzentration weniger Leichtsinnsfehler machen würde. Dies sei nicht sehr ermutigend. "Dabei können wir viel mehr aus uns und unserem Selbstbewusstsein machen, wenn wir unsere Stärken und positiven Eigenschaften kennen." Denn nur wer sich seiner Talente und Fähigkeiten bewusst sei, nehme eine optimistische Haltung ein.

Was diese Feststellung mit Kolping zu tun hat? Darauf hatte Gößl ebenfalls eine Antwort. "Wir müssen unsere Mentalität gegenüber uns selbst und Mitmenschen ändern." Dazu gehört auch mal zu schweigen, wenn etwas nicht passt, funktioniert oder nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Auch sollten wir aufhören, auf Fehlern anderer herumzureiten und Mitmenschen schlecht zu reden. Zum Christsein gehöre, andere für das zu loben, was sie gut können. Dies habe Adolph Kolping den Menschen mit auf den Weg gegeben.

Dass sich eigene Vorstellungen und Pläne nicht immer erfüllen, gehöre zum Leben dazu. "Wir haben aber dennoch allen Grund, das Leben mit Freude, Optimismus und Selbstvertrauen anzupacken. "Treu Kolping" bedeutet laut Gößl also, sich seiner eigenen Stärken, Talenten und Fähigkeiten bewusst zu sein und diese für Mitmenschen einsetzten. Es bedeute zudem, Missstände und Fehlentwicklungen anzuprangern und Vorurteile zu überwinden.

Mit diesen Denkanstößen ging es ins Gesellenhaus. Dort zeichnete Vorsitzender Roland Sächerl Mitglieder für ihre Treue aus. Thomas Völkl erhielt die Kolpingnadel in Silber für 25 Jahre, Hans Vogel ehrte Sächerl für 40 Jahre Mitgliedschaft.

Der Vorsitzende präsentierte das Jahresprogramm zum 125. Jubiläum. Besonderes freue man sich auf das Open-Air-Wochenende mit MadMixx (Freitag, 3. Juni) und den Troglauer Buam (Samstag, 4. Juni) sowie den Familientag (Sonntag, 10. Juli) mit der Feuerwehr Kemnath. Jungkolpingleiter Maria Heser und Sebastian Hoffer teilten zudem die Aktionen 2016 der Kolpingjugend aus. Beide Programme sind auch unter www.pfarrei-kemnath.de abrufbar.
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