Krankenhaus-Beschäftigte schließen sich Forderungen an
Mindestens 3000 Euro im Monat

Lokales
Kemnath
18.05.2015
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Zum bundesweiten Aktionstag hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) aufgerufen. Daran beteiligten sich auch die Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz AG. Anlässlich des "Internationalen Tags der Pflegenden" forderten sie ausreichend Personal und eine faire Bezahlung. Mit Transparenten unter dem Motto "Mehr von uns ist besser für alle" und "Gesetzliche Personalbemessung" standen sie vor den Standorten in Kemnath, Tirschenreuth und Weiden.

Pflege sei eine qualifizierte und verantwortungsvolle Tätigkeit. "Eine Pflegefachkraft muss mindestens 3000 Euro Grundvergütung im Monat erhalten", sagte Manuela Dietz, Gewerkschaftssekretärin des Verdi-Bezirks Oberpfalz. "Es kann nicht sein, dass eine Kollegin, die lebenslang Menschen pflegt, später selbst in Altersarmut gerät", ergänzte Vertrauensmann Joachim Hofmann aus Weiden. Verdi fordert bundesweite verbindliche Personalschlüssel in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen. Viele Beschäftigte machen mit ihrem hohen persönlichen Einsatz den Personalmangel wett und bezahlen dies oft mit ihrer eigenen Gesundheit. "Die Belastungsgrenze bei uns ist seit langem überschritten", erklärte die Kemnather Vertrauensfrau Monika Selch.

Zwar hätten viele Politiker das Problem erkannt, allerdings habe der Entwurf der Bundesregierung zur Krankenhausreform im April die Beschäftigten tief enttäuscht. Gerade einmal eine Pflegestelle mehr pro Krankenhaus sei im Jahr 2016 vorgesehen, sagte Manuela Dietz. "Die Arbeit mit und für Menschen hat deutlich mehr Anerkennung verdient", hatte auch Verdi-Bundesvorsitzender Frank Bsirske betont.
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