Kreisobmann Ely Eibisch mahnt Landwirte zur Einhaltung der Richtlinien
Beim Greening schnell rote Karte

Ely Eibisch. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
26.01.2015
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Chancen, aber auch Risiken für Landwirte, sieht Ely Eibisch im geplanten Handelsabkommen (TTIP) der Europäischen Union (EU) mit Amerika. Laut dem Kreisobmann begleitet der Bayerische Bauernverband (BBV) die Handelsgespräche wachsam und kritisch, auch bringe er konkrete Forderungen ein. "Chancen nutzen, Standards schützen und die Gesetzgebungshoheit achten", laute derzeit die Devise, erklärte der Kaibitzer in der Gebietsversammlung in der "Fantasie".

Prämienkürzungen drohen

Auch ging er auf das Greening ein, das die Anbaudiversifizierung sowie das Umwandlungsverbot für Dauergrünland und ökologische Vorrangflächen umfasst. Werde eine dieser drei Forderungen nicht erfüllt, müsse der Landwirt mit Kürzung und Sanktionen bei den Greeningzahlungen rechnen. Ökologisch wirtschaftende Betriebe erfüllten alle diese Anforderungen. Seit 7. Juni 2014 gilt eine Antrags- und Genehmigungspflicht für die Umwandlung von Dauergrünland beim Landwirtschaftsamt und der Umweltbehörde. Da jeder Betrieb anders sei, biete die BBV-Geschäftsstelle für die Anrechnungsmöglichkeiten der verschiedenen ökologischen Vorrangflächen wie Zwischenfruchtanbau, Pufferstreifen entlang von Gewässern, Ackerrandstreifen bei Waldrändern und Feldrandstreifen einen Greening-Check an.

"Die neue Düngeverordnung setzt die EU-Nitratrichtlinie um", erklärte der Kreisobmann. Sie müsse alle vier Jahre überprüft werden. Der Impuls zur "Initiative Tierwohl" sei vom Lebensmitteleinzelhandel ausgegangen. Die Chance, durch diesen Ansatz wettbewerbsneutral und marktorientiert die Tierhaltung in Deutschland weiterzuentwickeln, habe den Bauernverband dazu bewogen, sich zu beteiligen. Grundsätzlich steht diese Initiative allen Schweinehaltern offen, die am QS-System teilnehmen. Sie können in der Sauenhaltung und der Ferkelaufzucht einen Zuschuss erhalten.

Stellvertretender Kreisobmann Martin Härtl informierte über das Angebot und die Nachfrage auf dem Milchmarkt. Derzeit gebe es große Probleme wegen der Russlandkrise. "Die Superabgabe wegen der Überlieferung soll für landwirtschaftliche Zwecke verwendet werden", forderte er. Der Kieler Rohstoffwert sei auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2012. Der BBV kritisiert das Vorgehen des Einzelhandels und fordert eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage. Die neu gegründete Milchplattform soll sich positiv auf den Milchpreis auswirken.

In der Diskussion ging es vor allem um den Ausbau von Hauptwirtschaftswegen, die nicht nur die Landwirte, sondern die ganze Bevölkerung benützen dürfen.
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