Lebens-Spende

Arthur Roßner hat mit seiner Stammzellenspende ein Menschenleben gerettet, worauf auch seine Chefin Roswitha Burger stolz ist. Bild: stg
Lokales
Kemnath
19.02.2015
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Ganz leicht zum Lebensretter: Arthur Roßners Aufwand war relativ überschaubar, findet der Kemnather. Aber dieser Aufwand reichte, um einen jungen Mann aus Frankreich das größte Geschenk zu machen.

Er ist ein Lebensretter: Stammzellen von Arthur Roßner aus Kemnath haben dafür gesorgt, dass ein Franzose weiterleben kann. Der 23-Jährige ist an Leukämie erkrankt und war dringend auf passende Stammzellen angewiesen.

Als "Zeichen gegen die Wegschaugesellschaft" wollte der 37-jährige Oberpfälzer seine Spende verstanden wissen. Da wollte auch sein Arbeitgeber Alpha Consult KG einen Beitrag leisten, das Kemnather Unternehmen stellte Roßner für die Spende frei. "Eine Stammzellenspende kann ohne großen Aufwand ein Menschenleben retten", wirbt Roßner nun um Nachahmer.

Bereits vor acht Jahren hatte Roßner an einer Typisierungsaktion teilgenommen, im vergangenen Jahr wurde es dann ernst. Seine Werte waren seit der Spende in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hinterlegt. Der Abgleich ergab, dass seine Stammzellen zu dem erkrankten Franzosen passen. Nach einigen zusätzlichen Tests stand dann im vergangenen Sommer fest, dass er als Spender in Frage kommt.

Bei einer sechsstündigen Dialyse in der Klinik Nürnberg entnahmen die Ärzte schließlich die Stammzellen. Die gute Nachricht kam wenig später, berichtet Roßner: Der Patient sei "über dem Berg". Insgesamt hat sein Arbeitgeber ihn dafür acht Tage freigestellt, bilanziert Roßner - eine Entscheidung, die sich auf alle Fälle gelohnt habe, findet auch Alpha-Consult-Niederlassungsleiterin Roswitha Burger.
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