Mahnende Worte bei Weihnachtsfeier der Kameradschaft
An Soldaten in Krisengebieten denken

Lokales
Kemnath
17.12.2014
1
0
Über 2000 Jahre sind seit der Herbergssuche der Heiligen Familie vergangen. Doch ihr Schicksal ist heute aktueller denn je. Für Beispiele brauchen die Bürger im Kemnather Land gar nicht lange zu suchen, wie Pfarrer Heribert Stretz betonte. Grundlage seiner Ausführungen in der Weihnachtsfeier der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) war die "Wintergeschichte" von Max Bolliger.

Nicht allen geht es gut

Auch heute noch seien viele Menschen aus Kriegsgebieten auf der Flucht. Pfarrer Heribert Stretz verwies im Vereinslokal Merkl exemplarisch auf die Asylanten, die in Hahneneggatten vorübergehend Aufnahme gefunden haben. Hier werde deutlich, dass es nicht allen Menschen gut gehe und Hilfe nicht nur zu Weihnachten gebraucht werde.

Kreisvorsitzender Thomas Semba widmete sich mit seiner Geschichte von der satirischen Seite her der Heiligen Familie und der Geburt Jesu. Auch sie könnten als Kriegsflüchtlinge angesehen werden, nur dass heute Ausländer-, Sozial- und Jugendämter den Aufenthalt regelten. Er persönlich denke in diesen Tage besonders an unsere Soldaten in Afghanistan und in der ganzen Welt. Viele haben ihren Dienst für die Erhaltung des Friedens mit dem Leben bezahlt, und nun drohe eine weitere Aufgabe im Irak. Ihren Familien in der Heimat sei er besonders in Gedanken verbunden, die sich nichts mehr als eine gesunde Rückkehr der Soldaten wünschten.

Vorsitzender Karl Reger dankte Semba, dass er sich den Termin freigehalten habe und nach Waldeck gekommen sei. Für ihn zeigte der Besuch - auch von einer Abordnung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Erbendorf mit Vorsitzendem· Hauptmann Jürgen Braun - deutlich, dass eine Kameradschaft auch heute noch in der Bevölkerung eine Berechtigung hat.

Zwischen den Wortbeiträgen sangen die Teilnehmer Advents- und Weihnachtslieder, darunter "Leise rieselt der Schnee", "Süßer die Glocken nie klingen" und "Heidschi-Bumbeitschi". Karl Reger trug die Geschichten "St. Nikolaus", "Weihnachtsgans" und vom "Zoigl" vor, die für Erheiterung sorgten. Den musikalischen Part hatte der Luck aus Münchenreuth übernommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Waldeck (2237)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.