Mit aller Kraft für seine Stadt und seine Familie

Lokales
Kemnath
10.12.2015
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Peter Prechtl ist tot. Der Kemnather Altbürgermeister und Ehrenbürger verstarb am Mittwoch in den Morgenstunden im Alter von 75 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in seinem Haus in seiner geliebten Heimatstadt.

(stg) Den Großteil seines erfüllten Lebens hat Prechtl in Kemnath verbracht: Hier kam er am 8. Mai 1940 zur Welt. Er hat in Kemnath die Schule besucht, später erst im heimischen Betrieb (1955 bis 1971) und dann 13 Jahre lang bei der Sparkasse gearbeitet.

Elan und Umsicht

Einschneidend für ihn - und für die Kommune - war das Jahr 1984: Da ist er Bürgermeister in seiner Heimatstadt geworden. Bis 2002 lenkte er mit Elan und Umsicht die Geschicke der Kommune. Der Bau der neuen Kläranlage, die Stadtplatzsanierung, die Neustrukturierung der Wasserver- und Abwasserentsorung - das waren nur einige Großprojekte in seiner Amtszeit. Einen detaillierten Überblick über sein Schaffen hat Prechtl aufgeschrieben in dem 2005 erschienenen und knapp 300 Seiten starken Buch "Rückblick auf 18 Jahre als Bürgermeister von Kemnath", das den Untertitel trägt: "Es gibt nichts, was nicht zu schaffen ist." Auch im Kreistag Tirschenreuth war der CSU-Politiker 24 Jahre lang (bis 2008) vertreten.

Der Verstorbene hatte eine große Familie: Sieben Kindern schenkten er und seine Ehefrau Ute das Leben, drei Söhnen und vier Töchtern. Verstreut sind diese mittlerweile in ganz Deutschland. Der älteste Sohn Stefan lebt mit seiner Familie in Kemnath. Auch an seinen fünf Enkelkindern hatte Peter Prechtl riesengroße Freude. Zwei Schwestern Prechtls leben ebenfalls in Kemnath, ein Bruder hat seine Heimat in Kanada gefunden. Erst vor wenigen Monaten war eine Schwester gestorben.

Gesundheitlich war er seit vielen Jahren erheblich angeschlagen und aufgrund des Verlustes feinmotorischer Fähigkeiten schon lange auf den Rollstuhl angewiesen. Im Jahr 2010 ist Peter Prechtl am Vorabend seines 70. Geburtstags die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kemnath verliehen worden. Sein Nachfolger als Bürgermeister, Werner Nickl, lobte damals den außerordentlichen Einsatz Prechtls als Stadtoberhaupt mit den Worten: "Das war weit mehr, als einen Job zu machen, Du hast für dein Bürgermeisteramt gelebt." Nickl würdigte seinen Mentor bei der Feier als "Vater der gelungenen Altstadtsanierung". Ein großes Anliegen Prechtls - auch nach dem Abschied vom Amt - war die Renovierung und Restaurierung der Heiligenstatuen in und um Kemnath.

Requiem am Samstag

Neben seinen Tätigkeiten als Bürgermeister und Kreisrat war Prechtl unter anderem auch Gemeinschaftsvorsitzender der VG Kemnath, Vorsitzender des Schulverbandes Kemnath und des Zweckverbandes zur Unterhaltung Gewässer III. Ordnung (jeweils 1984 bis 2002), Verbandsrat im Müllzweckverband Schwandorf (1996 bis 2002), Mitglied des Schulausschusses des Bayerischen Städtetages (1984 bis 2002), stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse im Landkreis (1984 bis 2002) sowie Mitglied im Aufsichtsrat der Krankenhäuser im Landkreis (1995 bis 2002).

Das Requiem ist am Samstag, 12. Dezember, um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche Kemnath, anschließend Wegsegnung. Die Urnenbeisetzung erfolgt im Kreise der Familie.
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