Mit Fähnchen zur Prozession

Schön geschmückt waren die Altäre an Fronleichnam. Viele Gläubige erlebten das kirchliche Hochfest. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
06.06.2015
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Das Fronleichnamsfest ist eigentlich ein verschobenes Fest", betonte Stadtpfarrer Konrad Amschl in der Stadtpfarrkirche. "Das eigentliche Fest-Geheimnis ist das vom Gründonnerstag, als Jesus die Eucharistiefeier einsetzte und sich selbst im Brot an alle Christen verschenkte."

"In seiner Predigt ging der Geistliche auf die Legende von heiligen Christophorus ein. Dabei stellte er einen aktuellen Bezug zum Fronleichnamsfest her: "Wie Christophorus werden wir zu Christus-Trägern und tragen den Heiland in der Gestalt des eucharistischen Brotes in der Monstranz hinein in die Straßen unserer Stadt." Chorleiter Josef Zaglmann begleitete die "Messe breve" von Charles Gounod und die deutschen Lob- und Dankgesänge auf der Orgel. Bei der Prozession verwandelte sich der Stadtplatz in einen großen Dom. Bei strahlendem Sonnenschein zogen viele Gläubige betend und singend durch die Straßen.

Die vier Altäre waren in diesem Jahr bei der Metzgerei Zitzlmann, am Gesellenhaus, am Pfarrheim und bei Michael Bauer in der Friedrichsstraße errichtet worden. Schon in den frühen Morgenstunden hatten der Frauenbund, die Kolpingfamilie, der Arbeitskreis Kindergottesdienst, die Tischmütter und die KAB farbenprächtige Blumenteppiche gelegt.

Die Stadtkapelle führte die lange Prozession an. Unter der Leitung von Werner Rodler spielten die Musikanten feierliche Prozessionsmärsche. Es folgten die Fahnenabordnungen von kirchlichen und weltlichen Vereinen, die Stadträte und die beiden Bürgermeister Werner Nickl und Hermann Schraml. Die Kommunionkinder nahmen ohne Kerze teil. Auch einige Kinder aus der Kita "Li-La-Löhle" marschierten mit. Alle Kinder erhielten kostenlos kleine Fähnchen in den Kirchenfarben. Freiwillige Helfer schoben die alten und behinderten Menschen in ihren Rollstühlen. Feuerwehrmänner sorgten für einen reibungslosen Verlauf. Der Prozessionsweg war mit Birken gesäumt. Die Anwohner hatten ihre Häuser mit Fahnen, Blumen oder Fenstertüchern geschmückt.

Beschirmt von einem Baldachin trug der Geistliche das Allerheiligste in einer kostbaren Monstranz. Die vier Himmelträger waren Johannes Ponnath, Albert Schreyer, Peter Ferner und Eugen Zeitler. Auf dem Weg zu den Altären betete Hans Steinkohl die Gebetsrufe vor. Pastoralpraktikant Peter Stubenvoll sang die Christusrufe. Dank der ausgeteilten Liedtexten konnten die Gläubigen gut mitsingen. Bei der Ankunft am Altar sang der Kirchenchor zuerst eine lateinische Prozessions-Hymne. Nach dem Evangelium und den Fürbitten folgte der eucharistische Hymnus. Viele Gläubige knieten andächtig nieder, als der Geistliche mit der Monstranz den Segen spendete.

Traditionsgemäß war der Blumenteppich vor dem zweiten Altar beim Pfarrheim mit Motiven des Erstkommunion-Themas "Jesus, der Menschenfischer" versehen worden. Beim eucharistischen Segen schossen vier Böllerschützen auf den Altaren des Kirchturms Salut. Die Prozession endete in der Stadtpfarrkirche mit der Einsetzung und dem Lied "Großer Gott, wir loben dich".
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