Mit Gott auf Wanderschaft

Georg Wagner (links), Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins sowie Kathrin Karban-Völkl (rechts) sprachen die einführenden Worte. Bürgermeister Werner Nickl (Achter von rechts) sah in dem Marterlweg ein Zeichen der Werteerhaltung.
Lokales
Kemnath
23.10.2014
3
0

Seit den 1980er Jahren gibt es einen Marterlweg rund um Waldeck. Zeit, die Strecke und Markierungen wieder auf Vordermann zu bringen. Doch dabei wollte es der Heimat- und Kulturverein (HuK) nicht belassen.

Kathrin Karban-Völkl hat die insgesamt 15 Stationen illustriert, die Texte bei jedem einzelnen Flurdenkmal verfasst und einen Flyer erstellt. Layout und Design dazu lieferte Daniel Frank. Beide waren wie Bürgermeister Werner Nickl, Pfarrer Heribert Stretz, der den Weg segnete, und Stadtpfarrer Konrad Amschl Ehrengäste bei der Eröffnungsfeier am Alten Friedhof, wo sich auch die erste Station des Weges befindet.

HuK-Vorsitzender Georg Wagner erinnerte daran, dass sein Vorgänger Josef Bothner den Weg vor rund 30 Jahren eingerichtet hat. Im Wesentlichen verlaufe auf diesem die neue Strecke. Auch die damals teilweise wieder hergerichteten Marterln seien mit einbezogen worden. Das Projekt sei aus dem Euregio-Egrensis-Dispositionsfonds in Verbindung mit der Steinwald-Allianz gefördert worden. Wagner dankte seinem Stellvertreter Leonhard Zintl, der den Anstoß für den neuen Weg gegeben hat, sowie allen Mitgliedern, die beim Aufstellen der Stelen mitgeholfen haben.

Wanderer inspirieren

Kathrin Karban-Völkl stellte den Marterlweg kurz vor. Dieser führe vom Alten Friedhof in Waldeck zur Ägidiuskapelle auf dem Schlossberg. Am Wegesrand erzählten 13 Marterln ihre Geschichte. Die Impulsstationen sollen die Wanderer berühren und inspirieren. Der Hauptweg ist 7,2 Kilometer lang, die Gehzeit beträgt zirka zwei Stunden. Für die kürzere Variante mit einer Länge von 5,9 Kilometern, die auch für Kinderwagen geeignet ist, braucht der Wanderer etwa 1,5 Stunden.

Pfarrer Stretz ging bei der Segnung des Weges auf die Bedeutung des Glaubens in der Natur ein. Der Wanderer möge sich besinnen. Die Hinweise an den einzelnen Stationen gäben Kraft und stärkten den Glauben für den ganzen Lebensweg. Man sei im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Glauben und mit Gott in der Natur unterwegs.

Bürgermeister Werner Nickl sprach von einer tollen Aktion. In Waldeck seien die richtigen Leute für Ideen vorhanden. Beim HuK gebe es immer etwas Neues, sei es auf der Burgruine oder in anderen kulturellen Bereichen. Das alles führe dazu, dass er vermehrt in Waldeck sei. Den Marterlweg bezeichnete er als ein Zeichen der Werteerhaltung, was in der heutigen Zeit besonders wichtig sei.

Der Gedanke, den Herrgott und die eigene Lebenssituation in der freien Natur zu überdenken und zu überlegen, sei besonders wichtig. Nickl dankte allen, die an der Verwirklichung des Marterlweges mitgearbeitet haben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Waldeck (2237)Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.