Nach Diebstahl von Kinderkleidung: Kroatienhilfe schickt trotzdem weitere Lieferung
Für Hilfstransport noch genug da

Lokales
Kemnath
07.11.2014
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Der Ärger ist bei Klaus Fiebig noch immer nicht verraucht. Unbekannte hatten vergangene Woche in Kötzersdorf eine größere Menge Kleidung für Kinder gestohlen (wir berichteten), die die Kroatienhilfe nächste Woche mit auf den Balkan transportieren wollte.

"Jetzt sind nicht einmal mehr Hilfsgüter sicher", zeigt sich der Kemnather am Donnerstag noch immer fassungslos. Immerhin sei aber der Kroatienhilfe - da es sich um Sachspenden handelte - durch die Tat kein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Fiebig und seine Mithelfer hatten seit dem Sommer gezielt gut erhaltene Kinderkleidung gesammelt, nachdem sie von ihren Kontaktleuten in Bosnien darum gebeten worden waren. Die Spenden hatten sie gesondert in Kartons verpackt und in einer Halle in Kötzersdorf gelagert. "Die Sachen wären uns aus der Hand gerissen worden", ist Fiebig überzeugt.

Durch den Einbruch sei der nächste, dann 199. Hilfstransport, der für die kommende Woche geplant ist, nicht in Gefahr, versicherte Fiebig. Stattdessen werde zusätzlich andere Kleidung mitgenommen. Darunter seien unter anderem auch Jacken, Hosen, Pullover und Socken für Kinder, jedoch seien diese nicht extra aussortiert worden. Das wollen er und seine Kroatienhilfe-Kollegen für den dann 200. Hilfstransport in Angriff nehmen. Daher nimmt Josef Raps in Kötzersdorf auch gerne weitere Spenden entgegen

Trotz des Diebstahls bleiben die Hilfsgüter in der bisherigen Halle gelagert. Diese habe sich als ideal erwiesen. Allerdings "werden wir sie noch besser zusperren", schließlich "können wir keine Armee von Wachhunden" aufstellen. Und sollte sich so ein Vorfall wiederholen, denkt Fiebig an weitere Sicherheitsmaßnahmen wie eine Videokamera.
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