Nicht ohne Baum

Gartenfachberater Harald Schlöger gab den Kemnather Gartlern Tipps zur Planung von Vorgärten. Bild: rpp
Lokales
Kemnath
18.03.2015
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"Brücke vom privaten Grundstück zum öffentlichen Raum". So sieht Harald Schlöger Vorgärten. Über Gestaltung und Wirkung dieser Brücke sprach der Kreisfachberater in der Hauptversammlung des Kemnather Obst- und Gartenbauvereins.

Harald Schlöger stellte im Hofcafé die positive Wirkung eines Hausbaums in den Vordergrund. Dieser bilde den Übergang zwischen niedriger Staudenbepflanzung sowie der Gebäudehöhe und diene der Harmonisierung der Gesamtansicht. Für jeden Baustil gebe es h passende Bäume in Gestalt und Wuchshöhe.

Ein Baum strukturiere die Gebäudeansicht auch unbelaubt im Winter und biete Schatten für eine Bank im Sommer, erklärte Schlöger. Er unterstreicht den einladenden Charakter eines Vorgartens. So werden Kontakte mit den Nachbarn und der Dorfgemeinschaft belebt.

Zwar sei in Innenstädten der Platz meistens begrenzt, jedoch lasse sich auch hier mit Kletterpflanzen, Blumenkübeln oder Blumenkästen die Fassade begrünen und einladend gestalten. Bei Reihen- oder Doppelhäusern sollte man sich mit den Nachbarn abstimmen. Schlöger riet davon ab, Bäume genau auf die Grenze zu pflanzen. Dies könne bei späteren Generationen zu Streit führen.

Geschwungene Wege brechen die harten Linien, die den Gebäuden zu eigen sind und wirken einladender. Wege zum Hauseingang sollten zwischen 0,9 und 1.60 Meter breit sein, damit auch Fahrräder und Kinderwagen abgestellt werden können. Bei sehr modernen Bauten kann eine rechtwinklige Wegeführung passend sein. Auch hier lässt sich mit seitlichen kleinen Pflanzungen Akzente setzen.

Als Ideenquelle für die Vorgartengestaltung führte Schlöger Klostergärten und den Tag der offenen Gartentür an. Dieser findet heuer am Sonntag, 28. Juni, in der Region Ebnath, Fuhrmannsreuth, Kulmain und Wernersreuth bei Neusorg statt. Eine gute Methode, um an für unser Klima geeignete Pflanzen zu kommen, sei der Besuch von Pflanzentauchbörsen. Es sollten aber keine Pflanzen ausgesucht werden, die zu sehr wuchern, denn dann seien Probleme vorprogrammiert.
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