Nur noch zwei Jagdbögen

Jagdvorsteher Hans Reng berichtete der Jägerschaft und den 27 Jagdgenossen bei der Jahresversammlung. Bild: seb
Lokales
Kemnath
15.04.2015
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Zukunftsweisende Beschlüsse fassten die Kemnather Jagdgenossen für Pächter und Bögen. Ab 1. April 2016 werden die drei Kemnather Jagdbögen in zwei zusammengelegt. Das Pachtverhältnis dauert weitere neun Jahre. Auf Antrag von Revierinhaber Konrad Wilfurt kommt ab sofort Torre Böttcher als neuer Pächter hinzu.

Nachdem Rudolf Kraus aus Alters- und sein Sohn Bernhard eher aus beruflichen Gründen ab April 2016 die Jagdpacht nicht verlängern, mussten Vorstand und Jäger nach einer Lösung suchen. Nur weil das Klima zwischen Jägern und Jagdgenossen laut Einschätzung von Vorstand Hans Reng gut und unbelastet sei, kam eine Einigung im Vorfeld zustande, die die Versammlung auch einstimmig absegnete.

Kataster digitalisiert

Nachdem die Veränderungen verwaltungstechnisch bearbeitet und der Jagdkataster gänzlich digitalisiert ist, können die neuen Festlegungen nach einem Jahr in Kraft treten. Danach sind für den Bogen West Konrad Wilfurth und Torre Böttcher sowie für den Bogen Ost Rudi Reil, Wolfgang Bähnk und Christoph Grabinger die Pächter. Der Hektarpreis wurde etwas gesenkt, die Wildschadensgrenze liegt bei 1000 Euro im Jahr und es gibt eine Abschussprämie von 20 Euro pro Wildschwein.

In seinem Rechenschaftsbericht führte Vorsitzender Hans Reng aus, dass im abgelaufenen Jahr 6750 Euro für den Wegebau und 1500 Euro zur Digitalisierung des Jagdkatasters ausgegeben worden seien. Drei Jagdgenossen wollten den vollen Jagdpacht ausbezahlt haben und einige Infoveranstaltungen seien besucht worden.

Wegen der vielen Abschüsse gab es wenige Schäden durch Wildschweine. Auch der Verbiss sei durch geeignete Maßnahmen ebenfalls auf ein Minimum geschraubt worden, betonte Reng. Er erinnerte an Möglichkeiten von Schadensbegrenzungen, wie Absprachen mit den Jägern, Schussschneisen in den Maisfeldern und das Mähen der Wiesen von der Mitte aus heraus. Mehr Sorgen bereiteten ihm zur Zeit die Fegeschäden, die von den Rehböcken verursacht wurden.

Gleiche Verwendung

Weiter schlug der Jagdvorsteher vor, dass mit dem Pachtschilling wie im Vorjahr verfahren werde, was auch einhellige Zustimmung fand. Ferner müsse die gewollte vollständige Jagdpachtauszahlung bis zum 23. Mai schriftlich beantragt werden.

Schließlich lud Hans Reng noch zu einer Waldbegehung ein, die am 26. April um 9.30 Uhr bei der Brennerei starten wird.
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