Öffentlicher Glocken-Schauguss verspricht Spektakel für alle Sinne
HuK in der heißen Phase

Lokales
Kemnath
21.07.2015
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Die Brüder des Benedektinerklosters Maria Laach sitzen quasi auf gepackten Koffern. Der Heimat- und Kulturverein (HuK) hat seine Planungen abgeschlossen. Der Schmelzofen für den Glockenschauguss kann am Freitag, 24. Juli, angeschürt werden. Für den HuK geht es nun in die heiße Phase für das Spektakel am Ortseingang aus Richtung Erbendorf. Für den Schauguss am Fuße des Schlossberges hat stellvertretender Vorsitzender Leonhard Zintl die Patres des Klosters Maria Laach bei Koblenz gewonnen.

"Nur in wenigen Fällen erklären sich die Ordensleute bereit, eine Glocke vor Ort und Publikum zu gießen. Umso stolzer sind wir als Waldecker, dass gerade für unsere kleine Burgkapelle der besondere Schauguss ermöglicht wird." Laut Zintl könne sich niemand an ein derartiges Ereignis in der Umgebung oder Bayern erinnern.

Am Freitag reisen die Brüder des Klosters Maria Laach an. Mit im Gepäck haben sie einen mobilen Schmelzofen, Kupfer und Zinn sowie ihre Handwerkskunst. Die Form, in die das heiße Metall gegossen wird, besteht aus drei Teilen: dem Kern, der sogenannten "falschen Glocke" und dem Mantel - vornehmlich geformt aus einer Mischung aus Lehm, Ton und Stroh. Die Glockenform versenken die Fachmänner vor Ort in ein Erdloch, damit der Mantel dem großen Druck und der Hitze des über 1000 Grad heißen Metalls standhalten kann.

Begleitet wird der Moment, in dem das flüssige Metall an die Stelle der falschen Glocke fließt, durch Gebete der Kirchengemeinde mit Pfarrer Heribert Stretz. Durch das spektakuläre Zischen, das durch Austreten und Verbrennen der Gase aus der Glockenform entsteht, ergibt sich ein Spektakel. Erklingen wird die Glocke für die St.-Ägidius-Kapelle erstmals am Samstag, 25. Juli, gegen 12 Uhr.

Tickets zur Abendveranstaltung mit Schauguss und Musik von Liedermacher Hubert Treml gibt es unter www.nt-ticket.de, bei den Hollerhöfen und der Bäckerei Reichenberger in Waldeck und im Reisebüro Merkl in Kemnath. Die Karten kosten zwölf Euro. (Hintergrund)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.markt-waldeck.de
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