Öko-Modellregion möchte Biolandwirten bei der Vermarktung ihrer Produkte helfen
Steinwald-Fleisch als Markenname

Zusammen auf dem Weg zu einer Bio-Regionalmarke: Die Landwirte der Steinwald-Allianz wollen ab jetzt ihre Rindfleisch-Vermarktung gemeinsam bestreiten. Bild: hfz
Lokales
Kemnath
18.11.2015
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Bisher haben sich die Landwirte der Region selbst um die Vermarktung ihrer Fleischprodukte gekümmert. Künftig machen sie gemeinsame Sache: Sie wollen ihr Bio-Rindfleisch unter einer Regionalmarke an den Mann bringen.

Die Projektleiter der Öko-Modellregion, Elisabeth Waldeck, Günther Erhardt und Josef Schmidt, haben die Initiative ergriffen: Ihnen geht es darum, die Bauern bei der Bio-Fleischvermarktung zusammenzubringen. Dadurch soll die gesamte Wertschöpfung in der Region bleiben, neue Absatzwege gefunden, Zeit gespart und faire Preise erreicht werden.

Agraringenieur Thomas Schwarz vom Büro Landimpuls moderierte den Abend. Er wies auf mögliche Stolpersteine auf dem Weg zu einer Regionalmarke hin. Eine Herausforderung sei die Vielfalt der Rinderrassen in der Steinwald-Allianz. Rotes Höhenvieh, eine alte Hausrindrasse im Steinwald, nehme eine Sonderstellung ein. Die geringeren Schlachtgewichte und die teils extensive Weidehaltung müssten sich in einem höheren Preis niederschlagen. Um Verbraucher zu überzeugen, sei Überzeugungsarbeit an Infoständen, bei Kochkursen und Aktionswochen, wichtig.

"Wir verfolgen damit das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, die Nachfrage nach biologisch erzeugten Lebensmitteln zu steigern", erklärte Projektkoordinatorin Elisabeth Waldeck. Sie sieht in der Schaffung einer Regionalmarke einen Lösungsansatz. Thomas Schwarz, der seit vielen Jahren Regionalmarken wie das "Tännesberger Rotvieh" und das "Juradistl-Lamm" koordiniert, hält den Ansatz für erfolgversprechend.

Eine zentrale Rolle spielt ein Schlachtbetrieb in der Region, der sich zu einer Bio-Zertifizierung überzeugen ließ, um als Bindeglied zwischen Landwirten, Gasthäusern und Metzgereien zu dienen.

Bis zur nächsten Sitzung arbeiten die Manager der Öko-Modellregion einen Plan zum weiteren Vorgehen aus. Unter anderem müssen sie sich Gedanken um die Organisationsform und die Vermarktungswege machen.
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