Ohne Jugend platt an der Platte

Mit dieser Mannschaft geht der Tischtennis-Kreisverband Tirschenreuth in die kommenden vier Jahre: (von links) Josef Rosner, Manfred Steckermeier, Bezirksjugendwart Hans Fleischmann, Werner Riedl, Kreisvorsitzender Markus Berr, Bezirksvorstandsmitglied Günter Bauer und Ulrich Grosser. Bilder: jr (2)
Lokales
Kemnath
26.05.2015
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Der Nachwuchs bereitet dem Tischtennis-Kreisverband Tirschenreuth Freude, aber auch Sorgen. Einerseits haben die jungen Spieler in den vergangenen Monaten beachtliche Erfolge eingefahren, andererseits aber werden die Mädchen und Jungs an der Platte immer weniger. Richten sollen es die Vereine.

Diese forderte Bezirksvorstandsmitglied Günter Bauer beim ordentlichen Kreistag im Gasthaus "Zur Fantasie" auf, sich gemeinsam Gedanken zu machen, wie dieser Trend gestoppt werden kann. "Die Jugend ist unsere Basis, auf die wir bauen müssen." Dass immer weniger Spieler in den Vereinen sind, sei oberpfalzweit ein Thema und wohl auch der Demografie geschuldet. Bauer dankte den Tirschenreuther Vereinen für ihre Arbeit. Erfreulich sei, dass ein Großteil der Vereine aktiv Jugendarbeit betreibe. Sehen lassen könnten sich die sportlichen Erfolge der Spieler des Kreisverbandes.

Markus Berr bleibt Chef

An dessen Spitze bleibt auch die nächsten vier Jahre Markus Berr. Die Versammlung bestätigte den Tirschenreuther einstimmig im Amt. Weiter gehören dem Kreisvorstand Sportwart Ulrich Grosser (Kemnath), Kassenwart Manfred Steckermeier (Tirschenreuth), Josef Rosner (Öffentlichkeitsarbeit, Konnersreuth), Markus Berr (Vereinsservice, Tirschenreuth) und Jugendwart Werner Riedl (Neusorg) an.

Markus Berr berichtete von 14 Vereinen, die am Spielbetrieb teilnahmen. Nach dem Rückzug des SV Wildenreuth werden es heuer nur noch 13 Vereine sein. Insgesamt waren 53 Mannschaften mit 462 Spielern im Einsatz. "Dies sind so wenig, wie schon lange nicht mehr." Im Spielbetrieb standen 33 Herren- und jeweils zehn Damen- und Jungenteams. Die meisten Mannschaften stellten der TSV Waldershof und der SV Neusorg (jeweils sieben). Ausführlich schilderte Berr die Erfolge in den jeweiligen Ligen.

Sportliches Aushängeschild sind die Damen des SV Neusorg, die in der Bayernliga Nord den dritten Platz belegten. Eine starke Runde spielten in den Landesliga Nord/Ost der SV Neusorg II und der SSV Brand. Meister in der 2. Bezirksliga Nord sind die Damen des SV Neusorg III mit 23:1 Punkten. Stärkste Mannschaft bei den Herren auf Kreisebene ist der SV Immenreuth, der trotzdem den Klassenerhalt in der 2. Bezirksliga Nord verfehlte.

Heidi Philipp nach Finnland

Meister in der 3. Bezirksliga wurde der TSV Waldershof mit nur einer Niederlage. Im Einzelsport ragt der Gewinn der bayerischen Meisterschaft durch Christina Stock-Schönfelder (SV Neusorg) bei den Seniorinnen AK 40 heraus. Elke Pöhlmann und Heidi Philipp (beide SV Neusorg) waren bei den "Deutschen" in Bielefeld am Start. Heidi Philipp qualifizierte sich dort für die Europameisterschaften in Tampere (Finnland). Anschließend ehrte Markus Berr die Meister der Kreisligen: SpVgg Trabitz (Kreisliga Damen), TSV Waldershof II (Kreisliga Jungen), SV Immenreuth II (1. Kreisliga Herren), SV Immenreuth III (2. Kreisliga Herren) und TSV Erbendorf III (3. Kreisliga Herren).

Kreisjugendwart Werner Riedl berichtete von vier ausgerichteten Turnieren auf Kreisebene. Auch er bedauerte die immer geringer werdende Teilnehmerzahl. Die stärkste Nachwuchsabteilung stellt der TSV Waldershof. Trotz der immer weniger werdenden Spieler haben die Junioren laut Riedl bei überregionalen Turnieren zum Teil größte Erfolge feiern. Er bat die Vereine, ihre Nachwuchsarbeit zu intensivieren. Immerhin zehn Vereine im Kreis bieten Jugendarbeit an. Abschließender Dank galt Manfred Steckermeier und Peter Wildgans, die ihn oft bei Turnieren unterstützen.

Weiteres Thema war die geplante Strukturreform des Bayerischen Tischtennis-Verbandes. Es war geplant, die bislang acht Kreise in der Oberpfalz auf drei zusammenzufassen. Als jedoch absehbar war, dass diese Reform in den Vereinen kaum durchsetzbar war, wurde sie einfach abgeblasen. Günter Bauer zeigte sich aber sicher, dass in spätestens vier Jahren dieses Thema erneut auf den Tisch kommen wird. Abschließend lud er zum Bezirkstag am 13. Juni nach Kareth-Lappersdorf ein, wo auch Neuwahlen anstehen. Bezirksjugendwart Hans Fleischmann regte die Gründung einer Kreisliga für Mädchen an, wo sogar Zweiermannschaften gebildet werden können.
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