Petrijünger gegen Erhöhung des Bestands - Urkunden für Fischerkönige
Raubfische zu teuer

Gewässerwart Werner Fuchs ehrte mit Vorsitzendem Thomas Götz, Matthias Merkl, Marco Götz und Tim Götz (von links) die Fischerkönige 2014. Bild: ak
Lokales
Kemnath
09.01.2015
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Einen Jahrhundertfang machte Norbert Spieß im November am Wilhelm-Markgraf-See. Er zog einen 38 Pfund schweren und 1,27 Meter langen Hecht an Land. Doch die Königstitel gingen an andere. Sie erhielten von Gewässerwart Werner Fuchs in der Jahreshauptversammlung des Kreisfischereivereins die Ehrenurkunden.

Fischerkönig bei den Erwachsenen ist Thomas Götz mit 12 350 Gramm, bei den Jugendlichen Tim Götz mit 6500 Gramm. Beim Gesamtfanggewicht hatten Matthias Merkl mit 10 950 und bei der Jugend Marco Götz mit 10 300 Gramm die Nase vorne.

Fuchs berichtete vom Fischbesatz 2014. Insgesamt setzten die Mitglieder im Frühjahr 2922 Kilogramm Fisch in die vereinseigenen und gepachteten Gewässer: 2309 Kilogramm (kg) Karpfen, 102 kg Schleien, 300 kg Hechte, 31 kg Waller, 80 kg Zander und 100 kg Bachforellen.

Vorsitzender Thomas Götz informierte über die Änderung von Rechtsvorschriften. Neben dem Heraufsetzen des Huchenschonmaßes darf künftig an einer Angelrute mit maximal drei Anbissstellen geangelt werden. Diese Regelung gilt jedoch nicht für vereinseigene Gewässer, da satzungsgemäß nur mit einer Anbissstelle geangelt werden darf. Er ergänzte, dass das Angeln mit Drilling generell verboten sei. Fischereiaufseher Helmut Wolf bat die Stadt, den am Spielplatz stehenden Abfallbehälter zur Sitzgruppe zu versetzen, da dort ständig Müll beseitigt werden muss.

30 Mal kontrollierten die Fischereiaufseher Angler und Gelände. Sie erteilten vier Platzverweise. Einen Verstoß wegen Angelns mit lebendem Köderfisch zeigten sie an. Das Verfahren hat die Staatsanwaltschaft zum Bedauern der Petrijünger mittlerweile eingestellt. Die zwei am Herrenweiher gefangenen Biber sind Biberbeauftragtem Hans Rösch übergeben worden.

Mehrheitlich beschloss die Versammlung die Laichzone am Herrenweiher aufzulassen. Reinhold Sieber wünscht sich, neben dem Stadtweiher ein weiteres ruhiges Angelwässer für den Friedfischfang nach dem 1. Oktober freizugeben. Das Thema wird der Vorstand auch im Hinblick auf die notwendige Winterruhe für Karpfen noch beraten.

In der Diskussion wurde angeregt, den Raubfischbestand zulasten des Friedfischbestandes zu erhöhen. Jedoch erachteten die Angler das aktuelle Verhältnis von einem Raub- auf zehn Friedfische für ausgewogen. Zudem sei der Erwerb von Raubfischen aufgrund fehlenden Angebotes mengenmäßig begrenzt und außerdem relativ teuer.

Eisangeln auch ohne Eis

Kassier Kurt Schmidt gab bekannt, dass er ab sofort die Jahreskarten für Erwachsene zum Preis von 125 Euro und für Jugendliche für 35 Euro gegen Sofortkasse ausgeben werde. Vorsitzender Götz teilte mit, dass das Eisfischen wegen der Schonzeit bis 15. Februar stattfinden muss. Notfalls werde vom Ufer aus geangelt. Das Königsfischen ist für den 17. Mai, das Fischerfest am zweiten Juliwochenende geplant. Das Fischereizentrum Oberfranken (FZO) wird im Sommer einen Vorbereitungslehrgang zur Fischerprüfung anbieten. Auch ein zweites Hechtangelseminar steht auf dem FZO-Jahresprogramm.
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