Pflaster bremst Bleifüße

Lokales
Kemnath
12.05.2015
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28. März bis 9. April war Josef Krauß in Waldeck auf der Jagd nach Rasern. Die Messstation hatte er an der Bushaltestelle beim Pfarrhof aufgebaut. Die Ergebnisse seiner Aktion überraschten nicht nur ihn.

Seine Zahlen präsentierte Josef Krauß beim CLU-Stammtisch im Gasthaus Schrembs, zu dem Hans Wegmann eingeladen hatte. Der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht Kemnath bestätigte den Verkehrsteilnehmern - mit Ausnahme weniger schwarzer Schafe - verantwortungsvolles Fahren. Im Messzeitraum passierten ortseinwärts 3216 Fahrzeuge den Kontrollpunkt. Das waren täglich zwischen 155 bis 415 Autos. Bis 30 Kilometer pro Stunde (km/h) waren 1275 Fahrzeuge unterwegs, mit bis 50 km/h registrierte das Gerät 1970. Mit bis zu 60 Sachen passierten 86 Autos die Kontrollstation, sechs Fahrzeuge rauschten mit bis zu 70 km/h vorbei, bei zwei waren es bis zu 80 km/h.

Die höchsten Geschwindigkeiten notierte Krauß jeweils am 30. März zwischen 20 und 21 Uhr: einmal mit 90 und einmal mit 100 km/h. Für den letzten Fahrer hätte das ein Fahrverbot von einem Monat, zwei Punkte in Flensburg und 200 Euro Geldbuße bedeutet.

In den Nachstunden war es ruhig auf der Straße. Der Verkehr stieg dann in den Morgenstunden und jeweils zum Berufsverkehr an. Josef Krauß bezeichnete das Ergebnis als "sehr zufriedenstellend". Dass die vorschriebene Geschwindigkeit überwiegend eingehalten wurde, führte er unter anderem auf die Pflasterung der Ortsdurchfahrt zurück. Bei früheren Messungen, zum Beispiel in Eisersdorf, seien die Fahrzeuge trotz engerer Durchfahrtsstraße im Schnitt schneller unterwegs gewesen.

Zur Sprache kamen an diesem Abend hauptsächlich verkehrsrechtliche Probleme wie die Einfahrt der Alten Straße bei der Kirche in die Ortsdurchfahrt. Ein Anwohner hatte den Eindruck, dass hier beim Kindergarten und der Schule zu schnell gefahren werde - trotz der Engstelle an der Sakristei und des "Vorfahrt achten"-Zeichens. Krauß sagte zu, sich diese Stelle einmal genau anzusehen und auch im Stadtrat zur Sprache zu bringen.

Von zusätzlichen Schildern halte er nach wie vor nichts, erst recht nachdem jetzige Beschilderung die ursprüngliche Rechts-vor-links-Regelung in Waldeck ersetzt hat. Der Verkehrsteilnehmer fahre vorsichtiger, wenn Schilder fehlten, meinte der Verkehrsexperte.

Hans Wegmann dankte dem Referenten und kündigte an, mit dem CLU-Stammtisch in den Sommermonaten auszusetzen. Die nächste Zusammenkunft werde im "Neuen Tag" bekanntgegeben.
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