Pizza für das Jesuskind

Lokales
Kemnath
05.12.2014
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Eigentlich bietet das Candlelight-Shopping heute, Freitag, 5. Dezember, schon genug Gründe, die Kemnather Innenstadt aufzusuchen. Doch der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis (HAK) sorgt für weitere Attraktionen.

Zu bestaunen sind diese im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum. Leiter Anton Heindl ist zum einen stolz darauf, im künftigen Musiksalon im Meisterhaus ein Meisterwerk neapolitanischer Krippenbaukunst präsentieren zu können, zum anderen eröffnet der HAK seine traditionelle Weihnachtsausstellung.

Die neapolitanische Krippe im Stil des 19. Jahrhunderts stellt Guiseppe Attanasio zur Verfügung. 29 Jahre lang stand sie der Weihnachtszeit in seiner Gaststätte "Restaurante Vesuvio" in Bayreuth. Danach war sie noch einige Zeit in der Gartenkolonie am Exerzierplatz in der Wagner-Stadt zu bewundern.

Gefertigt hat diese kostbare Krippe Attanasios mittlerweile 93-jähriger Onkel Chirullo Armando. Der Krippenbau hat in dessen Familie eine über 100-jährige Tradition. 50 Jahre lang betreute Armando die Krippe der Kathedrale von Neapel. Für seine großen Verdienste erhielt er sogar den Ehrentitel "Cavaliere". Auch eine Cousine hat sich dem Krippenbau verschrieben und fertigt Auftragsarbeiten an, die in die ganze Welt verschickt werden.

Zu sehen ist die außergewöhnliche Krippe heute ab 17 Uhr. Im Laufe des Abends wird sie der Leihgeber selbst erklären. Im typischen neapolitanischen Stil sind bei dieser ungewöhnlichen Darstellung Pizzabäcker und Melonenverkäufer zu sehen. Nico Buchka spielt auf einer Drehorgel weihnachtliche Weisen. Dieses kostbare Instrument wird künftig im Kemnather Musiksalon zu bewundern sein.

Jazzige Weihnachtslieder

Außerdem lädt ein Orchestrion mit acht verschiedenen Musikinstrumenten mit amerikanischer Weihnachtsmusik im typischen Jazzstil der 1940er Jahre ("Silver Bells", "White Christmas") zum Zuhören ein.

In den heute festlichen Lichterglanz der Innenstadt fügt sich auch die Weihnachtsausstellung des HAK ein. Die Sonderschau mit kostbaren historischen und modernen Ausstellungsstücken - vom Andachtsbildchen bis zum "Fatschenkindl in der Krippe" - steht unter dem Titel "Das Jesuskind in künstlerischen Darstellungen - als Klosterarbeit, Bild und Druck".

Als Reverenz an den neugeborenen Sohn Gottes rückt sie den weithin von Kommerz und Stress verschütteten Sinn des christlichen Weihnachtsfestes neu ins Bewusstsein. Die Ausstellung in der Alten Fronveste, Trautenbergstraße 36, wird ebenfalls um 17 Uhr eröffnet. Hierfür hat der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis die Künstlerin Monika Frisch aus Hessenreuth eingeladen, der die Besucher bei der Anfertigung von Klosterarbeiten über die Schulter sehen können. Musikalisch begleiten die Eröffnung die Kemnather Sängerinnen.

Wer bei der Eröffnung nicht zugegen sein kann, hat bis 1. Februar 2015 jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr, am ersten Sonntag des Monats zusätzlich von 14 bis 16 Uhr, Gelegenheit zum Besuch. Der Eintritt ist frei. Kurz notiert
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