Pünktlich zum Glockenschlag

Bei einer Pressekonferenz präsentierten Leonhard Zintl (von rechts), Georg Wagner, Werner Nickl, Franz Horn und Uwe Schimpf das Konzept für das Schaugießen der Glocke für die St. Ägidiuskapelle. Bild: hl
Lokales
Kemnath
21.05.2015
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Der Waldecker Heimat- und Kulturverein (HuK) spart nicht mit Superlativen: Ein Jahrhundertereignis sollen die Besucher Ende Juli erleben. Und tatsächlich, die meisten dürften einen Glockenguss nur aus dem Schiller-Gedicht kennen.

Bei einer Pressekonferenz zum Glockenschaugießen und die Segnung der Glocke für die Ägidiuskapelle am Schlossberg stellten die Organisatoren das Programm vor. Die Glocke sollen die Spezialisten am 24. und 25. Juli gießen, am 30. August erhält sie ihren Segen. Die Freilegung der Burgruine auf dem Schlossberg sei laut HuK-Vorsitzenden Georg Wagner schon sei der Gründung ein Zielen des Vereins. Schon damals gab es Pläne für die Restaurierung der Ägidiuskapelle, der Burgkapelle, die zugleich auch erste Waldecker Pfarrkirche war. Der bereits verstorbene Helmut Zillner äußerte damals den Wunsch, dass eine Glocke auf der Ruine läuten solle.

Führungen für Besucher

Nun hat Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht Bundesmittel für das Projekt locker machen können. Wagner stellte heraus, dass der gesamte Vorstand, allen voran sein Stellvertreter Leonhard Zintl, mitgeholfen habe. Am Freitag, 24. Juli, informiert Bruder Michael um 8.30 Uhr Schulen über den Glockenguss, zeigt einen Film und erläutert die Geschichte der Burg Waldeck. Für alle Interessenten sind bis 16 Uhr Führungen auf dem Glockenfeld, meditative Wanderungen auf dem Marterlweg, Führungen auf der Burg und ein Besuch des Museums im Alten Schulhaus vorgesehen.

Tribüne mit 1000 Plätzen

Ab 17 Uhr ist das Festgelände am Ortseingang aus Richtung Erbendorf geöffnet. Ab 19.30 Uhr läuft das Abendprogramm mit Thomas Bärthlein als Moderator, musikalisch gestaltet von Hubert Treml. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt der feierliche Glockenguss durch die Benediktinerabtei Maria Laach. Bereits tagsüber wird dafür ein Loch ausgehoben. Weiter soll auf dem Gelände eine Tribüne für 1000 Besucher stehen, die besten Blick auf das Geschehen rund um den Guss bietet.

Außerdem wird in ein Zelt und die angrenzende Maschinenhalle der Akt auf Video übertragen. Ab 17 Uhr werden zwölf Euro Eintritt für die Tribüne und Halle und für das Zelt drei Euro erhoben. Am Samstag, 25. Juli, geht das Programm um 10 Uhr weiter mit einem Weißwurstfrühstück und der Freilegung der Glocke. Der erste Glockenschlag ist um 12 Uhr zu hören. Der Ton wurde mit dem der Pfarrkirchenglocken abgestimmt. Der Kartenverkauf für die Tribüne läuft unter www.NT-ticket.de. (Hintergrund)
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