Raiffeisenbank Kemnather Land - Steinwald zeichnet positives Bild des Geschäftsjahres
Niedrige Zinsen, gute Gewinne

Von links: Bankdirektor Albert König, Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Kellner, Raiffeisen-Markt Waren GmbH-Geschäftsführer Josef Scheidler, AR Alfons Knott, zweiter Bürgermeister Hermann Schraml, AR Josef Birkner, AR Johannes Reger, Vorstände Robert Haubner und Joachim Geyer, Oberrevisor Michael Kippes. Bild: mez
Lokales
Kemnath
15.06.2015
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Die Raiffeisenbank Kemnather Land - Steinwald eG trotzt der Niedrigzinsphase. Die Genossenschaft stärkte ihr Eigenkapital so gut wie nie in ihrer 120-jährigen Geschichte. Über 2,2 Millionen Euro konnten zugeführt werden, was sich in einer Dividende von 3,25 Prozent niederschlägt. Dennoch gab es in der Vertreterversammlung nicht nur Grund zur Freude.

Albert König - er scheidet 2016 altersbedingt aus der Bank aus - berichtete im großen Raiffeisensaal zum letzten Mal über die Geschäftstätigkeiten. Laut dem Bankdirektor stieg die Mitgliederzahl der Raiffeisenbank zum Jahresende auf 7304 Mitglieder mit 27 882 Geschäftsanteilen. Die Bilanzsumme kletterte auf knapp unter 300 Millionen Euro um 4,6 Prozent an, die Kundeneinlagen um 3,3 Prozent auf knapp eine Viertelmilliarde Euro.

Das Eigenkapital hat sich von 10,6 Millionen Euro in 2009 auf 20,2 Millionen Euro fast verdoppelt, während sich die Bilanzsumme um rund 20 Prozent erhöhte. Die Kundenkredite hielten mit rund 108 Millionen Euro das Niveau des Vorjahres. "Die Risikolage des Kreditgeschäftes ist in Ordnung und weist keine Besonderheiten auf, was die externe Prüfung so bestätigte", betonte König. Die Eigenanlagen betragen über 170 Millionen Euro.

Die Genossenschaft ist nach wie vor alleiniger Eigentümer der Raiffeisen-Markt Waren GmbH mit einer Beteiligung von rund 650 000 Euro. Diese ist zudem Mieter der bankeigenen Lagerhäuser und Immobilien, wobei diese Einnahmen zum Jahresüberschuss beitragen. Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen gab König mit 144,4 Millionen Euro (plus 6,1 Prozent) an, das betreute Kundenanlagevolumen mit 397,2 Millionen Euro (plus 16,4 Millionen Euro). An Ertragsteuern zahlte die Genossenschaft rund eine dreiviertel Million Euro, davon 315 000 Euro Gewerbesteuer. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Ertragsteuern beträgt 1,05 Prozent des Geschäftsvolumens, womit man drei Basispunkte unter dem Verbandsdurchschnitt liegt.

Aufgrund der Niedrigzinsphase schrumpfe der Zinsüberschuss mittlerweile jährlich, gab der Redner zu bedenken. Ständige Überprüfung interner Geschäftsabläufe sollen deshalb Kosten einsparen. Für König zeichnet sich kein Ausstieg der Europäischen Zentralbank (EZB) aus der Niedrigzinspolitik ab, die sowohl für die Bank als auch die Kunden die größte Herausforderung darstelle, um noch ausreichende Ergebnisse zu erwirtschaften. So gebe es für Bundesanleihen erst nach drei Jahren eine minimale positive Verzinsung, gab König zu bedenken.

Die Bank müsse zudem in einer digital vernetzten Welt alles daran setzen, den Anschluss nicht zu verlieren. König verwies dabei auch auf den überarbeiteten Internetauftritt der Genossenschaft.

Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Kellner aus Waldershof teilte mit, dass der Genossenschaftsverband Bayern den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss erteilt hat. Oberrevisor Michael Kippes ließ über die Verwendung des Überschusses abstimmen.
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