Recken würdigen Verdienste ihres verstorbenen Ehrengroßmeisters Peter Goller
Ritter mit einem Löwenherzen

Zeremoniar Florian von Rosenburg, stellvertretender Hochmeister Ottokar von Heydegg, Großmeister Werner von Podewils, Ehrenhochmeister Lancelot du Lac, Prior Herbert von Podewils und Kanzelarius Reinhardt Graf von Castell zue Ebenode (von links) gedachten des verstorbenen Peter von Löwenherz. Bild: hl
Lokales
Kemnath
27.11.2014
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Das Totenkapitel verband der Ritterbund Waldeckh zue Kemenatha mit einem Trauerkapitel für ihren verstorbenen Alt- und Ehrengroßmeister Peter von Löwenherz (Peter Goller). Nach der Kapitelweihe durch Prior Herbert von Podewils (Herbert Ponnath) rief der stellvertretende Hochmeister des Deutschen Ritterbundes (DR), Ottokar von Heydegg, den Geist von Peter von Löwenherz in den Remter. Ottokar von Heydegg und Großmeister Werner von Podewils (Ponnath) erinnerten an den Verstorbenen, der eine große Lücke hinterlassen habe und der nicht vergessen werde.

Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz (Wolf) skizzierte den ritterlichen Werdegang Gollers seit dessen Beitritt im Jahr 1970. 1980 sei der Verstorbene zum Kanzelarius erhoben worden, sechs Jahre später habe er das Amt des Zeremoniars übernommen und 1990 das des 8. Großmeisters des Ritterbundes angetreten. Diesen Posten bekleidete er bis 2010.

Zum Urritter ernannt

Liebevoll kümmerte er sich all die Jahre mit großem zeitlichen und körperlichem Einsatz um "seine Burg". Wegen diese Hingabe und Überzeugung gegenüber der ritterlichen Idee, ernannte ihn der derzeitige DR-Ehrenhochmeister Lancelot du Lac zum Urritter. Trotz eines Schlaganfalls im Jahr 2000 organisierte Goller zwei Jahre später in Kemnath den Deutschen Rittertag. Am 26. Oktober starb er im Alter von 70 Jahren.

Nachdem Werner von Podewils Gollers Humpen mit dem Großmeisterschwert als Zeichen des Abschieds zerschlagen hatte, stellte Herbert von Podewils ebenfalls die Verdienste von Peter von Löwenherz heraus. Laut Ottokar von Heydegg hat dieser fast 44 Jahre der hehren Rittersache gedient. Er sei im deutschen und österreichischem Ritterreich ein hochangesehener Recke gewesen. Das erste Dreiburgenkapitel 2007 mit den Bünden Waldeckh, Orden der Deutsch Herren und Wallenstein aus Nürnberg sei sein Verdienst gewesen.

Auf Geheiß des Zeremoniars Florian von Rosenburg (Frank) erhoben sich die Sassen zum Brudertrunk. Die Recken verabschiedeten sich schließlich einzeln vor dem beim Hochsitz aufgebauten Konterfei des Verstorbenen.

Beim vorangegangenem Requiem in der Stadtpfarrkirche stellte der DR-Hochmeister Konrad von Winterstetten Gollers Verdienste um den Waldeckher und den Deutschen Ritterbund heraus. An der Trauerfeier nahmen auch Recken des Ordens der Deutschen Herren, die Wallensteiner aus Nürnberg, die Schwemmritter aus Landshut und der Grüne Humpen aus Wien teil.
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