Referent lässt Imker im Stich

Bienenfachwart Hans Dötterl (links) sprang kurzfristig als Vortragender ein. Thea Pühl und Vorsitzender Andreas Schultes waren beeindruckt. Bild: hrö
Lokales
Kemnath
09.09.2015
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Über 50 Imker freuten sich auf einen Vortrag beim Septemberstammtisch des Bienenzuchtvereins, doch dann kam der Referent nicht. Hans Dötterl machte den Ausfall vergessen.

. (hrö) Vorsitzender Andreas Schultes begrüßte zum Stammtisch des Bienenzuchtvereins Kemnath und Umgebung und der angrenzenden Vereine die Kreisvorsitzenden von Tirschenreuth, und Weiden, Johann Schön und Reinhold Ziegler, die Vorsitzenden von Erbendorf und Eschenbach, Klaus Schmid und Hans Krapf sowie und Gäste aus den Nachbarvereinen.

Zum Dauerthema

Leider kam der angekündigte Referent zum Thema ""Neue Arzneimittel zur Varroabekämpfung" nicht. Bienenfachwart Hans Dötterl aus Sassenhof war auf Bitten des Vorstands bereit aus seiner Erfahrung über das Dauerthema der Imker, "Varroabekämpfung" zu sprechen. Heuer habe es viel Honig gegeben meinte Dötterl. Wichtig sei aber nicht Quantität, sonder die Qualität des reinen Naturprodukts der Bienen. Dazu zählen ein niedriger Wassergehalt, keine Rückstände von Behandlungsmitteln und Sauberkeit in den Bienenbeuten und bei der Honig-Gewinnung. Er könne mit seiner Brutentnahme nach Dr. Büchler nachweisen, dass die Varrora-Milbe in der Regel auch ohne Chemie bekämpft werden kann. Er duldet keine Rückstände im Wachs und Honig, die man oft im Importhonig finden kann.

Blick ins Internet

Dr. Büchler stelle sich die Frage: "Wie konnten Bienen überhaupt aus eigener Kraft seit vielen Millionen Jahren überleben? Früher lebten die Bienen in hohlen Bäumen weit voneinander entfernt. Heute haben wir eine Massentierhaltung mit all ihren Nachteilen." Der schwerwiegendste Eingriff in die natürlichen Schutzmechanismen sei die Unterbindung des Schwärmens.

Ein Schwarm lasse die meisten Krankheitskeime in der Brut, im Futtervorrat und in dem alten Wabenwerk zurück und sorgt so für einen hygienischen Neubeginn. Im Internet kann jeder die einzelnen Schritte der Brutentnahme anschauen. Weitere Anregungen aus seiner Erfahrung als Bienenzüchter rundeten den spontan aber doch fundierten Vortrag ab. Vorsitzender Schultes dankte dem Retter des Abends mit einem Geschenkkorb .Thea Pühl warb für den geplanten "Bienenstich", den Kaffeeklatsch des Bienenzuchtvereins am Sonntag, 13. September, ab 13.30 Uhr im Sportheim Kemnath. Auch Nichtmitglieder, die sich über die Bienenzucht und das reine Naturprodukt Honig vom Imkern aus der Region informieren wollen. Die Mitglieder werden gebeten, Kuchen zu spenden. Kontaktadresse: Thea Pühl, Telefon 09642/3326.
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